Fußball Spanien
Hildebrand macht Meisterschaft wieder spannend

Torwart Timo Hildebrand vom FC Valencia hat in der Primera Division im Spiel gegen Real Madrid überragend gehalten. Jetzt ist das Rennen um die Meisterschaft wieder offen.

Die spanische Presse überschlägt sich, Grund dafür ist der deutsche Torhüter des FC Valencia: Timo Hildebrand. In der Partie gegen Real Madrid konnte der Torwart des sechsmaligen spanischen Meisters FC Valencia überzeugen. Der überragende Auftritt des 28-Jährigen am 29. Spieltag der Primera Division machte aber nicht nur das Rennen um die Meisterschaft wieder spannend und beendete die Torwartdiskussion in Valencia - auch im Hinblick auf die Europameistertschaft in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) hat der Keeper Pluspunkte gesammelt.

Zehn Paraden machten Hildebrand zum Helden

"Hildebrand wurde zum Helden einer unter Beschuss stehenden Mannschaft. Er hat mit zehn tollen Paraden die Liga wieder spannend gemacht und bremste den Spitzenreiter aus", kommentierte die Sportzeitung Marca die Leistung Hildebrands. Auch die Zeitung AS, die dem Ex-Torhüter des deutschen Meisters VfB Stuttgart die Note eins gab, hatte nur Lob parat: "Man muss die unglaubliche Leistung Hildebrands anerkennen. Er zeigte einen heldenhaften Auftritt."

Doch nicht nur die Presse feierte den gebürtigen Wormser, auch die Gegner zollten ihm Respekt. "Er war unglaublich. Es war wohl eines der besten Spiele seiner Karriere. Ich kann ihm wirklich nur gratulieren", sagte Reals argentinischer Nationalstürmer Gonzalo Higuain nach der Niederlage seines Teams, das auf Grund des 4:1 von Verfolger FC Barcelona gegen Real Valladolid nur noch vier Punkte vor dem Champions-League-Gegner des deutschen Vizemeisters Schalke 04 liegt.

Hildebrand selbst gab sich trotz des Lobs von allen Seiten sehr bescheiden. "Ich habe natürlich viel gehalten, aber das ist doch normal, wenn man gegen Real oder Barca spielt. Diese Mannschaften erarbeiten sich nunmal viele Chancen", erklärte der Torwart und gab die Komplimente an seine Teamkollegen weiter: "Ich musste mich zwar voll reinhauen, aber das haben meine Abwehrspieler auch gemacht." Doch obwohl Hildebrand, für dessen Mannschaft David Villa (34. und 67./Foulelfmeter) sowie Javier Arizmendi (89.) vor 76 000 Zuschauern im Bernabeu-Stadion erfolgreich waren, sich verbal zurückhielt, war dem Deutschen doch ein wenig der Stolz auf die eigene Leistung anzumerken. "Ich werde mein Debüt im Bernabeu sicher nie vergessen", sagte der Torhüter, der bei den Treffern von Reals Stürmerstar Raul (35. und 56.) machtlos war.

Ein Deutscher begeistert, der andere enttäuscht

Während Hildebrand der gefeierte Mann des Tages war, musste sein Landsmann Bernd Schuster "eine große Enttäuschung" verkraften. Der Real-Coach sparte deshalb auch nicht mit Kritik an seinen Schützlingen. "Wir waren naiv und haben mit zu hohem Risiko auf das dritte Tor gespielt. Dafür mussten wir teuer bezahlen", meinte der Europameister von 1980. Für Barcelona, am 1. und 9. April Viertelfinal-Gegner von Schalke in der Königsklasse, erzielten Samuel Eto'o (24.), Andres Iniesta (47) und Bojan Krkic (62. und 84.) die Treffer. Jonathan Sesma hatte per Elfmeter zwischenzeitlich ausgeglichen (31.).

© SID

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