Fußball Spanien
Kein Steuer-Sonderrecht mehr für Profis in Spanien

Auf Wunsch der spanischen Regierung sollen die Steuerabgaben für ausländische Profis ab dem 1. Januar 2010 wieder von 24 auf 43 Prozent erhöht werden. Der Verband droht mit Streik.

Fußball-Stars aus dem Ausland sollen vom spanischen Staat zukünftig wieder ordentlich zur Kasse gebeten werden. Die regierende sozialistische Partei erklärte, dass sie Einigkeit mit drei weiteren Parteien über die Abschaffung einer Sondersteuer für ausländische Profis erzielt habe. Der spanische Fußball-Verband LFP hat als Reaktion auf den Vorstoß der Regierung am Mittwoch mit einem Streik gedroht.

Der Verband wird sich am Freitag zu einer außerordentlichen Sitzung treffen. "Das Ergebnis könnte ein sofortiger Streik für 24 Stunden sein. Die Mehrzahl der Klubs, mit denen wir gesprochen haben, ist dafür", sagte LFP-Vizepräsident Javier Tebas. Von einem Streik wäre der Spieltag der Primera Division am kommenden Wochenende betroffen.

Das fragliche Gesetz wurde 2005 beschlossen und sieht für Spieler, die mehr als 600 000 Euro Gehalt pro Jahr kassieren, eine Reduzierung der Steuerabgabe von 43 auf 24 Prozent vor. Dieses Gesetz wurde "Beckham-Gesetz" genannt, weil es rückwirkend zum 1. Juli 2003 gilt. Das war der erste Arbeitstag von Englands Star David Beckham bei Real Madrid nach dessen Wechsel von Manchester United. Die Steuerentlastung wurde eingeführt, um ausländische Stars in die Primera Division zu locken.

Gesetz soll am 1. Januar 2010 in Kraft treten

Das neue Gesetz soll am 1. Januar 2010 in Kraft treten. Somit gilt es nicht für ausländische Stars wie Cristiano Ronaldo oder Zlatan Ibrahimovic, die seit Saisonbeginn bei Real beziehungsweise beim FC Barcelona spielen.

Der Präsident des Fußball-Verbandes hatte bereits am Dienstag Widerstand gegen eine Gesetzesänderung angekündigt. "Wenn dieses Gesetz abgeschafft wird, hat das Einfluss auf das Interesse am Fußball. Es gäbe weniger TV-Zuschauer, weniger Sponsoren, weniger Fans in den Stadien und damit geringere Steuereinnahmen für den Staat", erklärte Jose Luis Astiazaran.

© SID

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