Fußball Spanien
Puertas Zustand weiter kritisch

Antonio Puerta vom Uefa-Cup-Gewinner FC Sevilla schwebt nach seinen am Samstagabend im Punktspiel gegen Getafe erlittenen Herzstillständen weiterhin in Lebensgefahr. Die Ärzte erklärten, sein Zustand sei "kritisch".

Antonio Puerta ist noch nicht über dem Berg. Der Verteidiger vom spanischen Pokalsieger und Uefa-Cup-Gewinner FC Sevilla schwebt nach seinen am Samstagabend im Ligaspiel gegen Getafe erlittenen Herzstillständen weiterhin in Lebensgefahr. Der 22-jährige Spanier habe akute Herz-Rhythmus-Störungen, die rechte Herzkammer werde "nicht richtig durchblutet" und sein Zustand sei "kritisch", gab das Virgen-del-Rocio-Krankenhaus in Sevilla bekannt, das den Abwehrspieler auf der Intensivstation künstlich beatmen lässt.

Die Ärzte befürchten zudem, dass wegen mangelnder Sauerstoffzufuhr Puertas Gehirn Langzeitschäden davongetragen haben könnte. Um dies endgültig festzustellen, müssten jedoch noch einige Tage vergehen, hieß es in einem medizinischen Bericht. "Das einzig Positive ist, dass keine Verschlechterung eingetreten ist", so die Ärzte.

Der linke Außenverteidiger war am Samstagabend beim 4:1-Erfolg seiner Mannschaft gegen den FC Getafe nach einer halben Stunde plötzlich zusammengebrochen und hatte zwischenzeitlich das Bewusstsein verloren. Nachdem Mitspieler Ivica Dragutinovic schnell verhinderte, dass Puerta seine Zunge verschluckt, und einer anschließenden ersten ärztlichen Behandlung konnte der Teamkollege von Andreas Hinkel das Spielfeld zunächst gehend verlassen.

Reanimation in der Kabine

In der Umkleidekabine erlitt der Linksverteidiger jedoch einen erneuten Kollaps, musste sogar reanimiert und an eine Herz-Kreislauf-Maschine angeschlossen werden. Seitdem liegt Puerta auf der Intensivstation im Krankenhaus. Die Ursache für den Kollaps und die mehrfachen Herzstillstände sind noch ungeklärt.

Für ein Solidaritäts-Zeichen sorgte derweil die Mannschaft von FC-Erzrivale Betis Sevilla, Team von Nationalspieler David Odonkor. Nach dem 1:1 am Sonntag bei Recreativo Huelva versammelte sich das Team des neuen Trainers Hector Cuper im Krankenhaus, in das Puerta eingeliefert worden war.

© SID

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