Fußball Spanien: Rfef spricht Aragones im "Fall Henry" frei

Fußball Spanien
Rfef spricht Aragones im "Fall Henry" frei

Luis Aragones ist vom spanischen Verband freigesprochen worden. Wegen seiner als rassistisch kritisierten Äußerungen über den Franzosen Thierry Henry muss der spanische Nationalcoach nun doch keine Strafe zahlen.

Luis Aragones ist mit einem blauen Auge davon gekommen: Der Nationaltrainer Spaniens muss wegen seiner als rassistisch kritisierten Äußerungen über den französischen Nationalspieler Thierry Henry nun doch keine Strafe zahlen. Das Sportgericht des spanischen Verbands Rfef gab dem Einspruch des Coaches gegen eine zunächst verhängte Strafe in Höhe von 3 000 Euro statt. Das Urteil ist endgültig und kann nicht mehr angefochten werden.

"Mein Anwalt hat mich über das Urteil informiert. Ich bin vor Gericht gegangen, weil es um meine Reputation ging und weil es keine Beleidigung gab, auch wenn das einige Richter anders gesehen haben", erklärte Aragones.

Die Kontroverse um den spanischen Trainer hat ihren Ursprung im Oktober 2004. Damals sagte Aragones während eines Trainings der Landesauswahl zu seinem Nationalstürmer Jose Antonio Reyes, dass er besser sei als "der schwarze Sch...". Reyes spielte zu der Zeit wie der dunkelhäutige Henry beim 13-maligen englischen Meister FC Arsenal, konnte sich aber gegen den Weltmeister von 1998 keinen Stammplatz erarbeiten.

In erster Instanz verurteilt

Nach dem Vorfall entschuldigte sich Aragones und unterstrich, dass er niemanden beleidigen wollte. Dennoch ermittelte der spanische Verband und das Sportgericht sprach in erster Instanz die Strafe in Höhe von 3 000 Euro wegen "unsportlichen Verhaltens" aus.

Die von der spanischen Regierung eingesetzte Kommission gegen Gewalt hatte sich für eine härtere Bestrafung ausgesprochen, da ihrer Ansicht nach die Äußerungen von Aragones als rassistisch verstanden werden können.

© SID

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