Fußball Spanien
Sevilla krönt Saison mit Pokalsieg

Der FC Sevilla hat zum vierten Mal den spanischen Pokal gewonnen. Der Uefa-Cup-Sieger und Gewinner des europäischen Supercups bezwang im Finale in Madrid den von Bernd Schuster trainierten FC Getafe mit 1:0 (1:0).

Ohne Königspokal zu den "Königlichen" - Ex-Nationalspieler Bernd Schuster, designierter Trainer des spanischen Meisters Real Madrid, muss seinen Arbeitgeber FC Getafe mit leeren Händen verlassen. Der Vorstadtklub verlor das spanischen Pokalfinale gegen Uefa-Pokal-Gewinner FC Sevilla in Madrid mit 0:1 (0:1), der `blonde Engel'übernimmt als weiterhin titelloser Coach höchstwahrscheinlich in wenigen Tagen sein neues Amt.

Doch trotz der knappen Niederlage wurde dem 47-Jährigen nach der Partie vor 80 000 Zuschauern im Stadion Santiago Bernabeu viel Lob zuteil. `Dank des großartigen Werkes des Deutschen hat sich Getafe in der Primera Division etabliert', würdigte die Sporttageszeitung Marca die Erfolge Schusters, As sprach von `einem guten Ende und einem süß-sauren Adios' für den Europameister von 1980.

Dass kurz nach Mitternacht die Spieler des FC Sevilla und nicht seine Schützlinge den Pokal in den Nachthimmel reckten, dafür machte Schuster auch die Schiedsrichter verantwortlich. "Schon die ganze Saison haben sie mit uns gemacht, was sie wollten. Auch im Endspiel gab es viele seltsame Entscheidungen", grollte der gebürtige Augsburger. Er spielte damit in erster Linie auf ein klares Foulspiel kurz vor dem Pausenpfiff an seinem Torjäger Manu an, das nicht mit dem fälligen Strafstoß geahndet wurde.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Andalusier die Weichen zu ihrem vierten Pokaltriumph nach 1935, 1939 und 1948 bereits gestellt. Ein Treffer von Stürmer Frederic Kanoute in der elften Minute reichte dem Favoriten zu einem glanzlosen Sieg. Da Sevilla in der kommenden Saison direkt für die Champions League qualifiziert ist, vertritt Getafe Spanien erstmals im Uefa-Pokal.

Hinkel wieder außen vor

Keine sportliche Zukunft beim neuen Pokalsieger hat offensichtlich Ex-Nationalspieler Andreas Hinkel. Zum wiederholten Male war der frühere Stuttgarter nicht einmal als Auswechselspieler vorgesehen und saß frustiert auf der Tribüne. Spekuliert wird daher über einen Wechsel des 25-Jährigen zurück in die Bundesliga zum VfL Wolfsburg, wo sein ehemaliger Förderer Felix Magath mittlerweile das Kommando übernommen hat.

Weiter bauen kann man hingegen in Sevilla auf Torschütze Kanu. Der 29 Jahre alte Stürmer, der in der 88. Minute wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen wurde, widersprach nach der Partie allen Gerüchten, er werde den europäischen Supercup-Gewinner Richtung England verlassen: "Ich habe noch einen Vertrag bis 2009 in Sevilla und keine Pläne, diesen Klub zu verlassen."

© SID

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