Fußball Spanien
Sevilla-Profi Puerta stirbt nach Herzstillständen

Fußballprofi Antonio Puerta ist tot. Der Spieler vom FC Sevilla verstarb drei Tage nach seinen am Samstag im Punktspiel gegen den FC Getafe erlittenen Herzstillständen. Das teilte der spanische Fußball-Verband mit.

Der spanische Fußballprofi Antonio Puerta vom FC Sevilla ist drei Tage nach seinen am Samstag im Punktspiel gegen den FC Getafe erlittenen Herzstillständen gestorben, nachdem sich sein Zustand dramatisch verschlechtert hatte. Das Virgen-del-Rocio-Krankenhaus in Sevilla und der spanische Fußballverband (Rfef) bestätigten den Tod. Puerta starb infolge mehrerer Herzstillstände und wurde nur 22 Jahre alt. Er hinterlässt eine schwangere Freundin, die im Oktober ihr erstes Kind erwartet.

Der spanische Spieler war am Samstag beim 4:1-Erfolg seiner Mannschaft gegen den FC Getafe nach einer halben Stunde zusammengebrochen, hatte aber zunächst noch auf dem Platz das Bewusstsein wiedererlangt. In der Umkleidekabine, in die er noch aus eigener Kraft gelangt war, erlitt der Abwehrspieler einen erneuten Kollaps, musste anschließend reanimiert und an eine Herz-Kreislauf-Maschine angeschlossen werden.

Am Sonntag war Puertas Zustand noch als "ernst, aber stabil" bezeichnet worden. Am Dienstag folgte der Einbruch. Nach Klinik-Angaben starb Puerta an durch Sauerstoffmangel hervorgerufenem Hirntod (Postanoxische Encephalopathie) infolge der Herzstillstände. Durch diese wurde zudem ein multiples Organversagen verursacht. Der Außenverteidiger war bis zuletzt auf der Intensivstation des Krankenhauses künstlich beatmet worden.

Beerdigung am Donnerstag

Der FC Sevilla teilte mit, dass Puertas Leichnam in das heimische Sanchez Pizjuan-Stadion gebracht wird. Dort sollen sich die Fans von ihm verabschieden können. Puerta soll am Donnerstag beigesetzt werden.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) reagierte umgehend auf Puertas Tod und verschob das für den Dienstagabend geplante Champions-League-Qualifikationsspiel des FC Sevilla bei AEK Athen auf den kommenden Montag. Champions-League-Sieger AC Mailand bot an, das für Freitag geplante Spiel um den europäischen Super-Cup gegen Uefa-Cup-Sieger Sevilla zu verlegen. Sevilla kündigte allerdings an, dieses Spiel in Gedenken an Puerta bestreiten zu wollen. Schweigeminute in den Stadien

Die spanische Fußball-Liga (LFP) verschob Sevillas für Montag terminiertes Ligaspiel gegen Osasuna und wünschte Puertas Familie "aufrichtiges Beileid". Die LFP forderte alle Vereine des Ligaverbandes auf, am kommenden Spieltag der Primera Divison in allen Stadien eine Schweigeminute abzuhalten. "Das ist einer der traurigsten Tage in der Geschichte des FC Sevilla", meinte Klub-Präsident Jose Maria del Nido unter Tränen: "Dieser Linksfuß, der unser Leben verändert hat, hat uns verlassen."

Bis zu seinem Tod am Dienstag waren bei den Andalusiern mehrere tausend Genesungswünsche eingegangen. Real Madrids Trainer Bernd Schuster hatte noch am Mittag Anteil an Puertas Fall genommen: "Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er wieder auf die Beine kommt." Auch Bundesligist Schalke 04 hoffte auf seiner Website auf die Gesundung des Spaniers, der im Jahr 2006 die Gelsenkirchener durch sein Tor zum 1:0 im Halbfinal-Rückspiel noch aus dem Uefa-Cup-Wettbewerb geschossen hatte.

Puertas Tod ist nicht der erste Todesfall eines Fußball-Profis durch Herzversagen: Im Januar 2004 war der ungarische National-Stürmer Miklos Feher von Benfica Lissabon in einem portugiesischen Liga-Match in Folge eines Herzanfalles gestorben. Sieben Monate zuvor war bereits Kameruns Nationalspieler Marc-Vivien Foe während eines Spiels im Konföderationen-Cup kollabiert und gestorben. In Deutschland starben unter anderem Michael Klein von Bayer Uerdingen (1993) und Axel Jüptner von Carl Zeiss Jena (1998) infolge von Herzattacken im Training.

© SID

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