Fußball Spanien
Skandal-Derby ruft Sportminister auf den Plan

Nach dem skandalösen Derby im spanischen Pokal zwischen Betis und dem FC Sevilla hat sich der spanische Sportminister Jaime Lissavetzky eingeschaltet. Lissavetzky fordert harte Konsequenzen vom Fußballverband.

Das Skandal-Derby im spanischen Pokal zwischen Betis und dem FC Sevilla wird noch ein Nachspiel haben. Nach den bösen Szenen am Mittwochabend hat der spanische Sportminister Jaime Lissavetzky drastische Konsequenzen gefordert. "Das war ein beschämender Vorfall. Wir werden den Fußballverband bitten, mit aller Härte dagegen vorzugehen", sagte der Politiker und warnte vor italienischen Verhältnissen.

Cola-Flasche trifft Trainer im Genick

Gästecoach Juande Ramos war im Stadt-Derby von einer zur Hälfte gefüllten 0,5-Liter-Cola-Flasche im Genick getroffen worden, verlor für einige Minuten das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Partie wurde daraufhin beim Stand von 1:0 für den FC abgebrochen. Am Donnerstag sollte der FC-Trainer die Klinik wieder verlassen.

Der Verband beriet am Donnerstag über mögliche Konsequenzen. Zwei Varianten werden offenbar in Erwägung gezogen: Eine Wertung zugunsten des FC, der durch den Treffer von Frederic Kanoute in der 57. Minute führte. Ebenfalls denkbar ist die in vergleichbaren Fällen übliche Fortsetzung des Viertelfinal-Rückspiels unter Ausschluss der Fans.

In der vergangenen Saison war das Viertelfinale zwischen dem FC Valencia und Deportivo La Coruna zur Halbzeit abgebrochen worden, nachdem ein Schiedsrichter-Assistent von einer geworfenen Münze getroffen worden war. Eine Woche später wurde die Partie ohne Zuschauer mit den zweiten 45 Minuten fortgesetzt.

Täter noch nicht identifiziert

Ein Täter konnte bislang noch nicht ermittelt werden, allerdings weisen Zeugenaussagen auf einen rund 30-jährigen Mann hin, der in der sechsten Reihe hinter der Trainerbank gesessen haben soll. Von der Auswertung der Videoaufzeichnungen erhofft sich die Polizei nähere Aufschlüsse.

Betis-Präsident Pepe Leon kündigte unterdessen seine Hilfe an, um den Vorfall aufzuklären. "Sollte der Täter ein Mitglied von Betis sein, wird er abgesehen von juristischen Konsequenzen vom Verein ausgeschlossen", sagte Leon. FC-Präsident Jose Maria del Nido nahm die Verantwortlichen des Lokalrivalen in Schutz. "Betis kann man keinen Vorwurf machen. Solche Verrückten gibt es sowohl hier als auch in St. Petersburg. Das wird man leider nie ganz verhindern können."

© SID

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