Fußball Spanien
Spanische Medien vermelden Schuster als Real-Coach

Laut spanischer Medien ist Bernd Schuster neuer Trainer bei Rekordmeister Real Madrid. Er soll dort den Italiener Fabio Capello ablösen, obwohl dieser die "Königlichen" gerade erst zum 30. Titel geführt hatte.

Geschlossen vermeldet die spanische Presse, dass Bernd Schuster neuer Trainer beim spanischen Meister Real Madrid werden soll. Demnach habe der 47-Jährige, derzeit noch Coach beim Pokalfinalisten FC Getafe, bereits Ende März einen Vorvertrag bei den "Königlichen" unterschrieben. Bei Nichteinhaltung des Kontraktes von Seiten Reals stünde Schuster nach übereinstimmenden Medienberichten eine Entschädigung von einer Million Euro zu.

"Diesen Vorvertrag hätte ich gerne in den Händen", sagte Schuster jedoch der Bild-Zeitung (Dienstag-Ausgabe), "aber es ist richtig, dass ich über Dritte Kontakt zu Real habe." Er stehe bereit, "wenn sie mich wollen", äußerte der Europameister von 1980. Schuster: "Es wird in den nächsten Tagen einiges passieren. Ich bin gespannt."

Heynckes letzter deutscher Coach bei Real

Letzter deutscher Trainer bei den "Königlichen" war Jupp Heynckes. Der deutsche Ex-Nationalspieler hatte die Madrilenen 1998 zum Champions-League-Triumph geführt, musste aber dennoch gehen. Nun könnte es Meistermacher Fabio Capello ähnlich wie damals "Don Jupp" ergehen.

Die Sporttageszeitung AS zeigte am Dienstag auf der Titelseite ein Bild des Deutschen mit der Überschrift: "Schuster trainiert Real in der Saison 2007/2 008." Schuster gibt sich indes keinen Illusionen hin: "Von einem Meistertrainer trennt man sich ja nicht so einfach."

Der frühere Kölner hatte in den letzten Tagen bereits seine hundertprozentige Bereitschaft zur Übernahme des Amtes signalisiert. "Ich habe mich schon seit längerer Zeit darauf vorbereitet, und Real ist schon ein bisschen in meinem Konzept mit drin. Ich bin bereit, nächste Saison Real Madrid zu trainieren", hatte Schuster gesagt.

Real-Präsident wartet Pokalfinale ab

Insider rechnen damit, dass Real-Präsident Ramon Calderon die Verpflichtung Schusters erst in der kommenden Woche definitiv bekannt gegen wird, da der "blonde Engel" am Samstagabend mit Getafe noch das Pokalfinale gegen den FC Sevilla bestreitet. Und das ausgerechnet im Bernabeu-Stadion von Madrid.

Capello hatte Real am Sonntag in einem Herzschlagfinale zum 30. Titel geführt hatte. Doch trotz des versöhnlichen Saisonabschlusses scheinen die Tage des Italieners in der spanischen Hauptstadt auch ob des Achtelfinal-Ausscheidens in der Champions League gezählt. "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich große Rückendeckung habe. Ob ich weitermache, hängt nicht von mir ab. Es liegt am Präsidenten", sagte Capello, dessen Vertrag eigentlich noch zwei Jahre läuft. Calderon hat für diese Woche Gespräche angekündigt. Man werde die Situation "in Ruhe" erörtern, sagte der Real-Boss.

In einem Interview mit der Gazzetta dello Sport (Dienstag-Ausgabe) deutete Capello sogar an, dass er - sollte Real die Trennung beschließen - seinen Vertrag aussitzen werde, denn "die besten Mannschaften haben alle schon Trainer". Die Situation beim neunmaligen Europapokalsieger der Landesmeister bzw. Champions-League-Gewinner sei derzeit vergleichbar mit einer Münze, die in die Luft geworfen werde. Niemand wisse, auf welcher Seite sie liegen bleibe, so der 61-Jährige. Capello: "Ich weiß nur eines: Ich würde gerne bleiben und Champions-League-Sieger mit Real werden. Ich habe schon ein Flugticket für den 19. Juli gebucht, denn am 20. Juli beginnt das Training..."

Schuster kann sich aber auch einen Verbleib bei Getafe vorstellen. Der Madrider Vorortklub ist bereits für den Uefa-Cup qualifiziert, weil Pokalfinalgegner Sevilla mit dem früheren Stuttgarter Andreas Hinkel an der Qualifikation zur Champions League teilnimmt.

© SID

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