Fußball Spanien
Taucht das "gelbe U-Boot" in Barcelona wieder auf?

Allzu viel lief beim FC Villarreal in der aktuellen Saison der Primera Division noch nicht zusammen. Heute hat der Champions-League-Halbfinalist bei Meister FC Barcelona die Chance, viel Kredit zurückzugewinnen.

Es ist fast schon ein spanisches Fußball-Phänomen: Die Klubs abseits des etablierten Trios FC Valencia, Real Madrid und FC Barcelona, die in den vergangenen Jahren entweder a) den Einzug in die Champions League schafften, b) in der "Königsklasse" Erfolg hatten oder c) zumindest in der Champions-League-Quali antraten, hatten in der darauf folgenden Saison in der Primera Division wenig zu lachen. 2004 stieg Celta Vigo als "Königsklassen"-Teilnehmer ab, Real Sociedad San Sebastian schaffte den Klassenverbleib knapp. 2005 wurde Deportivo La Coruna mit Ach und Krach Neunter. 2006 kämpfte Betis Sevilla bis kurz vor Toreschluss um den Abstieg. Aktuell sieht es nicht besser aus: CA Osasuna, das in der "Quali" am Hamburger SV gescheitert war, ist derzeit Tabellen-18., und der FC Villarreal, im Vorjahr erst im CL-Halbfinale an Arsenal London gescheitert, berappelt sich nach seinem Fehlstart nur mühsam.

Nach drei Siegen aus den jüngsten vier Spielen hat sich die Truppe aus der Provinz Castellon, die aufgrund ihrer Trikots "El Submarino amarillo" ("Gelbes U-Boot") genannt wird, immerhin auf den neunten Tabellenplatz vorgeschoben. Am heutigen Samstag (20.00 Uhr) wartet ein vorentscheidendes Spiel auf die Schützlinge von Trainer Manuel Pellegrini: Gelingt ein Sieg bei Tabellenführer und Champions-League-Sieger FC Barcelona, ist das internationale Geschäft wieder in Reichweite. Doch der chilenische Coach hat weiter mit argen Personalproblemen zu kämpfen: Der argentinische Star Juan Roman Riquelme kommt ohne seinen "Bodyguard" Juan Pablo Sorin (nach Hamburg gewechselt) nicht in Gang, zudem hat sich nach dem Franzosen Robert Pires zu Saisonbeginn nun auch im Türken Nihat der zweite "Königstransfer" das Kreuzband gerissen.

"Barca" weiter mit dünnem Kader

Da ist es nur ein schwacher Trost, dass auch an "Barcas" Schuhen die Seuche klebt: Messi, Saviola, Belletti, Edmilson, Xavi Hernandez, Iniesta, Eto´o - eine kleine Weltauswahl fällt wochenlang aus. Unter diesen Umständen läuft es für den Meister noch klasse: Platz eins in der Liga, in der "Königsklasse" ist mit einem Sieg gegen Bremen das Achtelfinale erreicht - und nach dem Winter wollen die Mannen von Trainer Frank Rijkaard dann wieder zu alter Stärke auflaufen. Übrigens: Nur der deutsche Arsenal-Keeper Jens Lehmann verhinderte mit seinem gehaltenen Elfmeter kurz vor dem Ende des Halbfinal-Rückspiels, dass die heutige Paarung zur Endspiel-Revanche der Champions League wird.

Im prestigeträchtigen Auswärtsspiel beim Tabellenachten FC Valencia könnte Rekordmeister Real Madrid (3.) einen direkten Konkurrenten am Sonntag (19.00 Uhr) dauerhaft distanzieren. Valencia ist zwar im heimischen Estadio Mestalla noch ungeschlagen, Real konnte aber vier seiner fünf Spiele auf fremdem Platz gewinnen. Bei einem "Barca-Patzer" könnte Verfolger FC Sevilla indes zum Abschluss des Spieltages am Sonntagabend mit einem Sieg bei Athletic Bilbao Platz eins übernehmen.

Der Spieltag in der Übersicht:

FC Barcelona - FC Villarreal (Samstag, 20.00 Uhr), Atletico Madrid - Real Sociedad (Samstag, 22.00 Uhr), Betis Sevilla - Espanyol Barcelona, Getafe - UD Levante, Gimnastic de Tarragona - Real Mallorca, Celta Vigo - Real Saragossa, CA Osasuna Pamplona - Deportivo La Coruna, Racing Santander - Recreativo Huelva (alle Sonntag, 17.00 Uhr), FC Valencia - Real Madrid (Sonntag, 19.00 Uhr), Athletic Bilbao - FC Sevilla (Sonntag, 21.00 Uhr)

© SID

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