Fußball
Starke Bremer erkämpfen 1:1 gegen FC Barcelona

Werder Bremen hat trotz einer Klasse-Leistung beim 1:1 (0:0) gegen die mit Stars gespickte Elf des Titelverteidigers FC Barcelona den Befreiungsschlag in der Champions League verpasst.

dpa BREMEN. Werder Bremen hat trotz einer Klasse-Leistung beim 1:1 (0:0) gegen die mit Stars gespickte Elf des Titelverteidigers FC Barcelona den Befreiungsschlag in der Champions League verpasst.

Zwar blieben die Bremer durch das unglückliche Remis auch im sechsten Pflichtspiel in Serie ohne Sieg, wahrten dank des wichtigen Punktgewinns gegen den hohen Favoriten aber ihre Mini-Chance auf das Weiterkommen. Vor 37 000 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatte Carles Puyol (56./Eigentor) die starken Bremer in Führung gebracht, die Lionel Messi (89.) kurz vor Schluss egalisieren konnte. Im Heimspiel am 18. Oktober gegen Levski Sofia benötigen die Bremer nun unbedingt einen Sieg, um ihre Ausgangsposition in der Meisterliga zu verbessern.

„Ich freue mich über das gute Spiel, aber natürlich ist man enttäuscht, wenn man lange 1:0 führt und dann so spät den Ausgleich bekommt“, sagte Bremens Nationalspieler Torsten Frings nach dem Teilerfolg. „Vor dem Spiel wäre ich mit einem 1:1 zufrieden gewesen.“ Und Kapitän Frank Baumann ergänzte: „Vom Spielverlauf her war das unglücklich, aber wir haben bewiesen, dass wir auch mit einem so starken Gegner mithalten können.“

Schon vor dem Anpfiff hatten die Bremer einen vereinsinternen Medienrekord verzeichnet: 256 Journalisten aus aller Welt und 54 TV- Stationen hatten sich angemeldet. Die sahen eine nach den jüngsten Enttäuschungen auf drei Positionen umformierte Bremer Mannschaft: Per Mertesacker feierte in der Innenverteidigung sein Pflichtspiel-Debüt, auf der linken Abwehrseite begann Christian Schulz an Stelle von Pierre Womé und im Angriff gab Trainer Thomas Schaaf überraschend Aaron Hunt den Vorzug vor Ivan Klasnic an Miroslav Kloses Seite.

Die Bremer begannen konzentriert und zielstrebig wie schon lange nicht mehr gegen die anfangs recht sorglos wirkenden Katalanen, die die Hausherren zunächst nahezu ungestört kombinieren ließen. Hunt (2.) und Torsten Frings (9.) boten sich beinahe folgerichtig erste gute Einschussmöglichkeiten. Dann aber taute auch „Barca“ allmählich auf: Erst nahmen Frings und Torhüter Tim Wiese im Zusammenspiel dem durchgestarteten Ronaldinho das Leder vom Fuß (15.), dann scheiterte Samuel Eto'o am aufmerksamen Werder-Schlussmann (18.).

Werder musste dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und ließ in der Offensive nach, dagegen aber in der Defensiv-Arbeit gegen die Elf des mit Stars gespickten Gegners nur wenige Chancen zu. Als aber Bremens Hintermannschaft um den erstmals seit knapp drei Monaten eingesetzten Nationalspieler Mertesacker einmal nicht im Bilde war und Ludovic Giuly nach Ronaldinhos Vorlage freistehend von der Strafraumgrenze abziehen konnte, hatten die Hausherren Glück, dass der Franzose zu unplatziert schoss. Wiese konnte per Faustabwehr klären (34.).

Nach der Pause begannen erneut die Gastgeber besser. Nachdem Klose per Kopf nur das Außennetz (51.) getroffen und Diego (54.) genau auf Keeper Victor Valdes gezielt hatte, sorgte ausgerechnet Puyol für die nicht mal unverdiente Führung. Der Abwehrchef lenkte eine Hunt-Flanke ins eigene Netz, als er vor Borowski klären wollte. Mit Lionel Messi und Eidur Gudjohnsen verstärkte Gäste-Coach Frank Rijkaard nun die Offensive. Dadurch boten sich Werder Konterchancen: Borowski (65.) und Klose (69.) vergaben guten Möglichkeiten zur Vorentscheidung.

Die Katalanen drängten nun gewaltig, Werder hielt weiter dagegen. Wiese rettete mit einer Glanzparade gegen den nach einem sehenswerten Solo frei vor ihm aufgetauchten Edeljoker Messi den Vorsprung. Auch in der Schlussphase, als die Spanier alles auf eine Karte setzten und nur noch nach vorne gingen, erwies sich der Schlussmann als Rückhalt. Gegen Messis Schuss kurz vor dem Abpfiff war aber auch er chancenlos.

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