Fußball Team 2006
Team 2006: Abschiedsspiel soll nicht das Ende sein

DFB-Chefausbilder Erich Rutemöller hat sich vor dem heutigen Match des Team 2006 gegen Österreich (19.30 Uhr) für die Fortführung einer A2 ausgesprochen: "Ich hoffe, dass man die Idee eines Perspektivteams beibehält."

Trotz der Kritik bezüglich des heutigen (19.30 Uhr) Abschiedsspiels des Team 2006 gegen das "Challenge Team"Österreichs hat sich DFB-Chefausbilder Erich Rutemöller für die Fortführung einer A2 ausgesprochen. "Ich hoffe, dass man die Idee eines Perspektivteams beibehält", sagte der 60-Jährige vor der Partie in Mattersburg und ließ verlauten, seine eigene Trainertätigkeit weiterführen zu wollen. Er halte es geradezu für "unabdingbar, dass der Chefausbilder eine Mannschaft betreut und nah am Geschehen ist".

Rutemöller äußerte darüber hinaus Verständnis für die zuletzt verstärkt aufgekommene Kritik von den Vereinen, die den Sinn des Länderspiels in Frage gestellt hatten. "Natürlich verfolgen die Vereine eigene Interessen. Aber man muss es auch so sehen, dass eine Berufung in das Team 2006 für die Spieler eine Anerkennung ist", sagte Rutemöller.

Besonders der Manager von Mainz 05, Christian Heidel, hatte massiv Kritik geübt und die "Sinnhaftigkeit dieses Spiels und den Sinn der Mannschaft" als "mir völlig fremd" bezeichnet. Vier Mainzer Spieler waren für den Auftritt in Österreich nominiert worden, trotz der Absage von Manuel Friedrich wegen muskulärer Probleme stellen die Rheinhessen weiterhin das größte Kontingent im 17 Spieler großen Kader. Zudem hatte Heidel das Team 2006 als einen "Schildbürgerstreich" tituliert.

"Zug Richtung WM 2006 ist abgefahren"

Rutemöller sagte dazu: "Wir machen uns nichts vor, der Zug Richtung WM 2006 ist für die Spieler abgefahren." Dennoch biete ein internationales Spiel für sie nach wie vor die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, sich zu bewähren und in den Vordergrund zu spielen.

Diese Chance will der Coach möglichst vielen Spielern geben, die am Montag mit nach Österreich gereist sind. Dazu gehören einige Neulinge, die bislang noch nicht für den DFB gespielt haben, wie Torwart Roman Weidenfeller. Der Dortmunder dürfte für die Startformation genauso gesetzt sein wie Andreas Ottl von Bayern München und Alexander Madlung (Hertha BSC Berlin) in der Innenverteidigung sowie Benjamin Auer im Sturm.

Zudem kündigte Rutemöller an, mit einem 4-3-3-System spielen zu lassen. Zuletzt hatte das Team 2006 anders als in den anderen DFB-Mannschaften üblich mit einer Dreier-Abwehrkette agiert. Wie die Formation personell aussieht, will Rutemöller nach den letzten Trainigseindrücken entscheiden. In jedem Fall wird sie ein völlig neues Gesicht haben. Insgesamt sieben Spieler hatten für die Partie abgesagt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%