Fußball-Transfers im Winter: England siegt, China trifft, Bundesliga jagt

Fußball-Transfers im Winter
England siegt, China trifft, Bundesliga jagt

China setzt Ausrufezeichen, liegt aber in der Wintertransferbilanz hinter England. Die Bundesliga erreicht Platz 4, obwohl die Vereine 100 Millionen Euro ausgegeben haben – so viel wie nie zuvor im Winter. Eine Bilanz.
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DüsseldorfDie Manager im Fußball sind weder in einem „Kaufrausch“ noch „verrückt“. Die Summen der offiziellen Wechselperiode für Fußballspieler in diesem Winter knüpft vielmehr an den Trend an, der seit gut einem Jahr zu beobachten ist: Die Ablösesummen für Kicker steigen, von Transferfenster zu Transferfenster. Hauptgrund dafür sind die TV-Verträge in England und die Fußballoffensive aus China.

Von den milliardenschweren Fernsehverträgen der englischen Premier League profitieren alle großen Ligen in Europa, wie die Marktbeobachter von Fifa/TMS in ihrem Jahresbericht 2017 darstellen. Die dort dargestellten Zahlen sind zwar in Dollar angeben, doch sie zeigen den Trend: Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien haben – in dieser Reihenfolge – die besten Deals mit englischen Klubs gemacht.

Für das Jahr 2016 geht es dabei für die vier Ligen um Beträge zwischen 210 und 240 Millionen Dollar. In diese Statistik ist das aktuelle Transferfenster im Januar noch nicht einbezogen. An der Reihenfolge der Ligen könnte sich dadurch etwas ändern, nicht jedoch an dem Trend. Die Premier League zieht vor allem die Topspieler Europas an, weil dort mit Abstand die besten Gehälter gezahlt werden.

Interessant an dieser Winterperiode ist: Nach den Daten von Transfermarkt.de liegt die Premier League unter dem Strich leicht im Plus. Ausgaben von rund 260 Millionen Euro stehen Einnahmen von rund 270 Millionen Euro über. Das ist ungewöhnlich, kommt aber im Winter schon mal vor, weil die Superdeals fehlen und Kader bereinigt werden.

Ganz anders sieht dagegen die Bilanz der Chinese Super League aus: Für rund 220 Millionen Euro haben sie eingekauft – und dabei nur gut 40 Millionen Euro eingenommen. Im Gegensatz zu Europa ist der Winter die Haupteinkaufsperiode für die Chinesen, deshalb liegen sie in diesem Ranking auch vergleichsweise weit vorne – und sogar vor Italienern und Deutschen.

In der Spielerrangliste dominiert ein China-Deal. Shanghai SIPG kaufte den Brasilianer Oscar für angeblich rund 60 Millionen Euro. Gut für den FC Chelsea und die Transferbilanz der Premier League. Oscar soll 417.000 Euro nach Steuern pro Woche kassieren. „Das ist nur noch krank“, kommentierte Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Aber ein gutes Mittel, um Spieler zu locken.

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„Chinesisches Geld ist für jeden attraktiv.“

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