Fußball Turnier
Littbarski tritt mit Sydney FC bei der Klub-WM an

Zum zweiten Mal nach 2000 wird ab Sonntag in Japan die Klubweltmeisterschaft veranstaltet. Mit dabei ist auch Ex-Bundesligastar Pierre Littbarski, der mit seinem Klub Sydney FC auf Deportivo Saprissa (Costa Rica) trifft.

In Sydney und in einem großen Teil Australiens werden sich am Sonntag viele Blicke auf den deutschen Fußball-Weltenbummler Pierre Littbarski richten. Der ehemalige Bundesligastar trifft im Rahmen der Klub-WM (bis 18. Dezember) in Japan mit seinem Klub Sydney FC auf Deportivo Saprissa aus Costa Rica. "Für meine Spieler wird das eine wunderbare Erfahrung und große Herausforderung", sagte Trainer Littbarski kurz vor der Reise nach Japan, wo nach 2000 zum zweiten Mal eine Klubweltmeisterschaft stattfindet.

Duell gegen FC Liverpool möglich

"Ein unglaublicher Werdegang. Vor einem Jahr neu gegründet und nun nur noch drei Spiele entfernt, weltbeste Mannschaft zu werden", bilanziert Sydneys Klubchef Andy Harper mit einem Lächeln. Bei einem Erfolg würde "Litti" im Halbfinale auf den gesetzten Champions-League-Sieger FC Liverpool mit Harry Kewell treffen. Der Flügelstürmer qualifizierte sich mit Australien zum zweiten Mal nach 1974 für eine WM-Endrunde und sorgte für eine riesige Euphorie in "Down Under".

Mit der Klubweltmeisterschaft endet für Pierre Littbarski ein bewegtes Jahr. Erst im Februar unterschrieb der ehemalige Star des 1. FC Köln bei Sydney FC, um den Klub in der neugegründeten A-League zu trainieren. "Arie Haan hat den Job abgesagt und dem Klubboss gefiel mein Konzept verbunden mit meinen Erfahrungen als Spieler und Trainer in Japan", sagt der 45-Jährige, der bei JEF United (1993-1 995) und Brumel Sendai (1996/1 997) in Japan spielte, sowie Yokohama FC zweimal trainierte (1999/2000 und 2003/2 004).

Dwight Yorke spielt für Sydney

Im Mai qualifizierte sich Sydney FC durch den Gewinn der Ozeanienmeisterschaft für die Klub-WM, noch bevor ein Punktspiel in Australien absolviert war. Nun liegt der Klub als Meisterschaftsfavorit fünf Punkte hinter Adelaide United auf Platz zwei. Bekanntester Spieler bei Sydney FC ist der ehemalige England-Legionär Dwight Yorke, der sich mit Trinidad und Tobago ebenfalls für die WM in Deutschland qualifiziert hat.

Littbarski ist froh, nach seiner enttäuschenden Deutschland-Rückkehr 2001 als Co-Trainer bei Bayer Leverkusen unter Berti Vogts und der Entlassung beim damaligen Zweitligisten MSV Duisburg im November 2002 einen Beitrag zur Aufbruchstimmung im australischen Fußball leisten zu können. "Wie damals in Japan bin ich Teil eines Projekts. Das ist spannend und bietet Möglichkeiten eigene Ideen einzubringen", erklärt Littbarski: "Australiens erfolgreiche WM-Qualifikation hat für die Menschen auf dem fünften Kontinent den gleichen Stellenwert wie unser WM-Sieg 1990 für Deutschland."

Dank seiner Karriere wird Littbarski, der als erster Spieler überhaupt in drei aufeinanderfolgenden WM-Endspiele (1982, 1986, 1990) stand, großer Respekt entgegengebracht. "Litti", der 406 Bundesligaspiele für den FC Köln absolvierte, ist ein gefragter Interviewpartner, sobald der australische Fußball oder die Weltmeisterschaft in Deutschland thematisiert werden.

5 000 Zuschauer mehr als im Durchschnitt

Der ehemalige Dribbelkönig versteht sich in Sydney als Trainer und Berater. "Mein Terminplan lässt kaum Freiraum. Von Sydney als Stadt kenne ich nicht mehr als Touristen, die nur wenige Tage hier verbringen. Aber die Arbeit macht Freude, vor allem wenn so viele Fortschritte erkennbar sind", versichert Littbarski. Die Mannschaft ist Publikumsmagnet in der A-League. Zu den Spielen Sydneys kommen 5 000 Zuschauer mehr als im Liga-Durchschnitt.

"Der Klub arbeitet toporganisiert. Kein Vergleich zu meiner Zeit in Yokohama, als wir Trainingsplätze anmieten mussten", sagte Littbarski: "Sportlich können wir uns mit der Spitzengruppe der zweiten Bundesliga messen, das Umfeld aber ist absolut erstligatauglich."

© SID

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