Fußball U21
Deutsche U21 mit breiter Brust nach Nordirland

Vor dem ersten von nur zwei Spielen in der ersten Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2007 in den Niederlanden geben sich die deutschen U21-Junioren selbstbewusst. In Nordirland soll heute der erste Sieg her.

Die deutschen U21-Junioren stehen im ersten von nur zwei Spielen der ersten Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2007 in den Niederlanden bereits unter Erfolgsdruck. Trainer Dieter Eilts und seine Schützlinge aber präsentieren sich vor dem Duell in Nordirland heute Abend (20.45 Uhr/live im DSF) wild entschlossen. "Die Qualifikation für die Endrunde ist unser klares Ziel. Und ich bin mir sicher, dass die Mannschaft die Qualität dazu hat", sagte Eilts und gab vor dem Spiel auf der Insel eine klare Losung aus.

Der Europameister von 1996 will sich erst gar nicht auf Rechenspiele einlassen, für die der ungewöhnliche Modus allerdings reichlich Nahrung bietet. Nach der Begegnung in Lurgan spielen die deutschen Junioren noch am Dienstag in Wilhelmshaven gegen Rumänien, dann ist die erste Runde schon beendet. Eilts bezeichnete den Modus als "praxisfern".

"Es wäre sicher gerechter gewesen, wenn jeder zweimal gegen jeden gespielt hätte", sagte der Coach: "Ich bin auch der Meinung, dass der Zeitplan das sicher hergegeben hätte. Aber so müssen eben alle Mannschaften damit auskommen."

Eilts denkt über Ausscheiden nicht nach

Nach dem 3:0 der Rumänen zum Auftakt gegen Nordirland ergibt sich die seltsame Konstellation, dass ein Sieg der deutschen Mannschaft mit bis zu zwei Toren bei den Briten genauso viel oder wenig wert wäre wie ein Remis. Denn in beiden Fällen würde ein Sieg gegen die Rumänen die sichere Qualifikation für die nächste Runde bedeuten und ein Unentschieden das sichere Aus. "Über so etwas denken wir gar nicht nach", meinte Eilts: "Wir wollen in Nordirland unbedingt gewinnen und am Ende sehen wir, was wir mit dem Ergebnis anfangen können."

Als Gruppenerster würden die DFB-Junioren in den Play-offs zwischen dem 6. und 11. Oktober um das Ticket für die EM spielen. Die Teilnahme dort wäre besonders wichtig, weil die Endrunde gleichzeitig als Qualifikation für Olympia 2008 in Peking gilt. Seit dem Gewinn der Bronze-Medaille in Seoul 1988 hatte Deutschland regelmäßig die Olympia-Teilnahme verpasst. "Aber wieso sollten wir uns damit jetzt schon auseinandersetzen", fragte Eilts: "Es ist noch ein weiter Weg bis dorthin."

Zehn EM-Akteure noch dabei

Dafür stehen dem Coach immerhin noch zehn Spieler aus dem Kader zur Verfügung, der bei der EM im Mai in Portugal unglücklich in der Vorrunde scheiterte. In Piotr Trochowski (Hamburger SV) und Mario Gomez (VfB Stuttgart) hatten außerdem zwei Akteure aus dem aktuellen Aufgebot als gesetzte Spieler vor der EM verletzungsbedingt absagen müssen. Von den neun altersbedingt ausgeschiedenen Spielern gehörten nur Christian Schulz (Werder Bremen), Moritz Volz (FC Fulham), Matthias Lehmann (Alemannia Aachen) und der inzwischen ins A-Team aufgestiegene Malik Fathi (Hertha BSC Berlin) zum Stamm.

"Die Nordiren und vor allem die Rumänen sind sicher besser eingespielt als wir", sagte Eilts: "Aber aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit mit nur einem Testspiel (2:2 gegen Europameister Niederlande, d. Red.) ist es schon gut, dass uns ein Gerüst geblieben ist."

© SID

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