Fußball U21
Dieter Eilts mahnt sein Team zur Vorsicht

Vor dem entscheidenden Duell der U21-Junioren um die Teilnahme an der EM-Endrunde 2006 hat Dieter Eilts seine Spieler davor gewarnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: "Das wird ein schweres Stück Arbeit."

Vor der entscheidenden Partie um die Teilnahme an der EM-Endrunde 2006 hat U21-Coach Dieter Eilts seine Spieler davor gewarnt, das heutige Achtelfinal-Duell gegen Tschechien in Leverkusen (18.00 Uhr/live bei Eurosport) auf die leichte Schulter zu nehmen und sich bereits im Gefühl des sicheren Sieges zu wähnen. Dazu rief der ehemalige Meisterspieler die denkwürdige Europacup-Begegnung der Bremer gegen Dynamo Berlin ins Gedächtnis: "Das wird ein schweres Stück Arbeit. Wir haben im Europacup schon ein 0:3 umgebogen", sagte Eilts, dessen noch ungeschlagenes Team mit dem komfortablen, aber glücklichen 2:0 aus dem Hinspiel heute in das zweite Aufeinandertreffen geht.

Der 40-Jährige hat in 19 Jahren an der Weser einiges miterlebt. So war er 1988 erstmals im Bremer Profikader, als Werder nach einem 0:3 im Hinspiel daheim einen 5:0-Kantersieg gegen Dynamo Berlin feierte und doch noch das Achtelfinale im Europapokal der Landesmeister erreichte. Und der Europameister von 1996 stand auf dem Platz, als Bremen am 8. Dezember 1993 zur Halbzeit 0:3 gegen den belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht zurücklag und noch 5:3 gewann.

Eilts, dessen Bilanz als U21-Trainer mit zehn Siegen und drei Unentschieden kaum besser sein könnte, veranlasste vor allem die ungewohnt mäßige Vorstellung seines Teams in Tschechien zu den eindringlichen Warnungen. "Wir wollen nun unser wahres Gesicht zeigen und wieder guten Fußball spielen", sagte Eilts, in dessen U21-Philosophie unter anderem "spielbestimmendes Auftreten" festgeschrieben ist.

"Eine gute Ausgangslage, mehr auch nicht"

Die Warnungen sind bei seinen Spielern auf jeden Fall angekommen. "Wir sind in Tschechien mit Glück durch das Spiel gekommen. Wir haben eine gute Ausgangslage, mehr auch nicht. Es wird noch ein hartes Stück Arbeit", sagt Christian Schulz von Werder Bremen.

Eilts betont in seiner Argumentation vor allem die Bedeutung einer EM-Endrunde: "Es ist für alle Spieler wichtig, eine EM zu spielen und wichtige Erfahrungen zu sammeln." Daher wird er gegen die körperlich robusten und großen Tschechen am Dienstag voraussichtlich auch auf die Formation aus dem Hinspiel zurückgreifen, in der Stefan Kießling vom 1. FC Nürnberg hinter der einzigen Spitze Mike Hanke (VfL Wolfsburg) spielte und das 1:0 von Nando Rafael (Hertha BSC Berlin) auflegte.

Tschechiens Trainer Ladislav Skorpil muss die halbe Abwehr umbauen. Innenverteidiger Martin Latka von Slavia Prag ist ebenso gelbgesperrt wie Außenverteidiger Josef Kaufmann. Die Bayarena wird ähnlich gut besucht sein wie beim ersten Auftritt der deutschen U21 14. November 2003 beim 1:0 gegen die Türkei (22 000). bis Montag waren im Vorverkauf 13 000 Eintrittskarten abgesetzt.

© SID

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