Fußball U21
Neu formierte U21 will Wiedergutmachung

Die neue Generation deutscher Junioren steht vor dem ersten Härtetest. In der EM-Qualifikation gegen Nordirland will die U21 das Scheitern ihrer Vorgängergeneration wieder gut machen. Dort waren die Play-offs Endstation.

Vor dem Start in die Qualifikation für die U21-EM 2009 in Schweden lässt DFB-Trainer Dieter Eilts keine Ausreden gelten. "Für mich zählen nur die drei Punkte. Wir wollen gewinnen, müssen die Überlegenheit und Dominanz auch ausspielen", forderte der Europameister von 1996 vor dem Duell mit Nordirland in Lurgan heute (20.30 Uhr Mesz).

Nach dem Scheitern der Vorgängergeneration in den EM-Play-offs gegen England soll die vollkommen umgekrempelte Nachfolger-Elf ohne die Jahrgänge 1984 und 1985 den Sprung zur Kontinental-Meisterschaft perfekt machen. "Wir haben sehr viel Qualität im Kader. Jetzt ist es endlich an der Zeit, diese Qualität auch 90 Minuten lang zu zeigen", meinte Eilts vor dem Charterflug vom Flughafen Dortmund nach Belfast am Donnerstag Morgen.

Die zuletzt schwachen Darbietungen lassen keinen Rückschluss auf die tatsächliche Leistungsstärke "meiner Jungs" (Eilts) zu. Denn im Vergleich zum 2:2 gegen Irland, bei dem eine komplette erste Elf ersetzt werden musste, sind fast alle Korsettstangen wieder an Bord: "Es sind einige etablierte Spieler zurückgekehrt, ganz wichtige, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken sollen", sagte Eilts.

Polanski im Verein Reservist, in der DFB-Elf gesetzt

Zum Beispiel Kapitän Eugen Polanski, für den die Reise nach Nordirland der reinste Erholungsurlaub ist. "Ich habe mich selten so auf eine Länderspielpause gefreut. Denn mit meiner Situation bin ich im Verein überhaupt nicht zufrieden", erklärte der mit 14 Einsätzen in der U21 erfahrenste Spieler im derzeitigen Aufgebot. Bei Zweitligist Borussia Mönchengladbach spielt er nicht, als Taktgeber der Junioren ist er unverzichtbar.

Ebenso wie "Pendler" Gonzalo Castro, der sich kurz nach dem Abpfiff aufmacht, um die A-Nationalmannschaft in Cardiff gegen Wales zu unterstützen. "Das ist kein Problem für mich. Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde", meinte der Abwehrspieler von Bayer Leverkusen. Und das ist momentan eher in der U21, wo sich Castro laut Selbsteinschätzung längst zum "Führungsspieler" aufgeschwungen hat.

Dabei wird ihn die Erinnerung an das Play-off-Rückspiel wohl noch ein wenig quälen. Denn Castro verschoss ausgerechnet in "seiner" Bayarena einen Foulelfmeter gegen England, bekommt aber im Gegensatz zu den allermeisten seiner damaligen Mannschaftskollegen die Chance, diese Scharte auszuwetzen.

Israel "hartnäckigste Konkurrent"

Die zehn Gruppenersten und vier besten Gruppenzweiten qualifizieren sich für die Playoff-Runde, in der im K.o.-System sieben Endrunden-Plätze neben Gastgeber Schweden vergeben werden. Weitere Gegner der deutschen Junioren sind der laut Eilts "wohl hartnäckigste Konkurrent" Israel, Moldawien und Luxemburg. Von Lurgan aus reist die DFB-Auswahl allerdings zunächst nach Malmö, um sich am 11. September in einem Länderspiel Schweden "schon einmal vorzustellen". So klingt gesundes Selbstbewusstsein.

© SID

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