Fußball Uefa
Allofs: "Sportlich geht es eindeutig aufwärts"

Nach dem Einzug ins Uefa-Cup-Viertelfinale zog Werders Manager Klaus Allofs ein positives Fazit. Das Verhalten der Bremer Fans in Saint-Etienne kritisierte er allerdings scharf.

In der Bundesliga blieb Werder Bremen jüngst drei Mal in Folge ohne Gegentor, im DFB-Pokal steht das Team von der Weser im Halbfinale und am Dienstag wurde auch der Viertelfinal-Einzug im Uefa-Cup durch ein ungefährdetes 2:2 in Saint-Etienne klargemacht. In einem Interview sprach Werder-Manager Klaus Allofs über die sportliche Situation, das Verhalten der Fans beim Gastspiel in Frankreich und die Querelen rund um den zurückgetretenen Vorstandschef Jürgen L. Born und Torjäger Claudio Pizarro.

Frage: "Herr Allofs, Werder Bremen hat das Viertelfinale des Uefa-Cups erreicht. Wie beurteilen Sie die Leistung Ihres Teams beim 2:2 gegen den AS St. Etienne?"

Klaus Allofs: "Ich bin zufrieden, hätte aber natürlich lieber gewonnen. Es wäre schön, wenn wir in der 2. Halbzeit souveräner gewesen wären. Es ist aber vor allem wichtig, dass wir die nächste Runde erreicht haben."

Frage: "Dennoch dürfte Ihre Freude nicht ungetrübt sein. Aus dem Block der Werder-Anhänger wurden in Richtung der gegnerischen Fans Leuchtkugeln abgefeuert..."

Allofs: "Das ist sehr ärgerlich. Wir schämen uns dafür, dass unsere Fans so reagiert und andere in Gefahr gebracht haben. Das wird eine saftige Geldstrafe von der Uefa geben. So verdirbt man sich den Ruf. Sollte es uns gelingen, die Dinge aufzuklären, werden wir Stadionverbote verhängen."

Frage: "Wie lautet nun die Zielsetzung für den Uefa-Cup?"

Allofs: "Sportlich geht es bei uns eindeutig aufwärts. Wir wollen so weit wie möglich kommen, aber natürlich auch in Bundesliga und DFB-Pokal weiter bestehen. Auch in der Liga kann man mit einer Serie noch weit nach oben kommen."

Frage: "Abseits des Platzes herrschte hingegen zuletzt Unruhe. Werders Vorstandschef Jürgen L. Born ist zurückgetreten und auch Claudio Pizarro ist wegen seiner Beteiligung an einer Spielervermittlungsagentur ins Zwielicht geraten. Wie bewerten Sie die Situation?"

Allofs: "Unsere Transfers sind sauber. Wir haben nichts zu befürchten. Trotzdem ist dies unangenehm. Die Sache muss geklärt werden. Ich glaube aber, dass alles nicht so heiß ist, wie es gekocht wird."

© SID

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