Fußball Uefa
Beckenbauers Uefa-Kandidatur unbestätigt

Es darf weiterhin darüber spekuliert werden, ob Franz Beckenbauer für das Amt des Präsidenten der Uefa kandidiert. Zuvor hatte Lennart Johansson seinen Abschied aus dem europäischen Kontinentalverband angekündigt.

Unbeantwortet bleibt die Frage, ob Franz Beckenbauer eine Kandidatur für den Posten des Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (Uefa) abgibt. "Ich habe Zweifel, ob Uefa-Präsident Lennart Johansson in einer griechischen Sonntagszeitung eine definitive Entscheidung bekannt gibt. Für uns hat sich am bisherigen Stand nichts geändert", sagte WM-OK-Vize-Präsident Wolfgang Niersbach, einer der engen Vertrauten des Fußball-"Kaisers", auf Anfrage des Sport-Informations-Dienst (sid). Beckenbauer selbst befindet sich zurzeit auf Auslandsreise.

Der 75-jährige Johansson hatte in einem Interview mit der griechischen Wochenzeitung "K" seinen Abschied für 2007 angekündigt. "Ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, aufzuhören und einem anderen meinen Posten zu übergeben", sagte der Schwede: "Es ist Zeit für mich, angeln zu gehen."

Nur Platinis Kandidatur bestätigt

Beckenbauer hatte stets betont, dass er - wenn überhaupt - nur dann antreten werde, wenn sich Johansson für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stellen sollte. Sicher ist eine Kandidatur des 60-Jährigen aber nicht. Seine Bereitschaft, als Uefa-Präsident zu kandidieren, hat somit nur Frankreichs Fußball-Idol Michel Platini sicher angekündigt.

Zuletzt hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass Johansson ernsthaft eine weitere Amtszeit in Erwägung ziehen würde, obwohl er in den vergangenen Jahren gesundheitlich schwer angeschlagen war. In diesem Fall stünde Beckenbauer für eine Kandidatur nicht zur Verfügung.

Johansson erstellt Nachfolger-Anforderungsprofil

Johansson wurde auch gefragt, wer denn am besten geeignet sei, ihn zu beerben. Doch der Uefa-Boss wollte sich nicht festlegen: "Es gibt mehrere Personen, die erfahren genug sind und Verantwortung übernehmen wollen." Zu den Anforderungen an seinen potenziellen Nachfolger meinte der Uefa-Präsident: "Er sollte verhandlungsbereit sein, demokratisch eingestellt und sollte sich selbst nicht in den Vordergrund stellen. Er benötigt gute Ideen, gute Partner, ein bisschen Glück und Sinn für Humor."

Seit 1990 steht Johansson, ein enger Freund von DFB-Ehrenpräsident Egidius Braun, an der Spitze des europäischen Kontinentalverbandes. 1998 hatte sich der Skandinavier um das Amt des Fifa-Präsidenten beworben. Beim Kongress des Weltverbandes in Paris hatte er jedoch in einer Kampfabstimmung gegen den Schweizer Joseph S. Blatter keine Chance.

© SID

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