Fußball Uefa-Cup
1. FFC Frankfurt will "den Sack zumachen"

Der 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam stehen sich heute (14.15 Uhr/live im ZDF) im Final-Rückspiel um den Uefa-Cup gegenüber. Das Hinspiel hatten die Frankfurterinnen mit 4:0 für sich entschieden.

Sollten die Frauen des 1. FFC Frankfurt nach dem 4:0-Hinspielsieg gegen Titelverteidiger Turbine Potsdam heute (14.15 Uhr/live im ZDF) im zweiten Duell den Triumph im Uefa-Cup unter Dach und Fach bringen, muss sich der Frankfurter Manager Siegfried Dietrich von seinen Haaren verabschieden und eine Glatze verpassen lassen.

"Ich gehe davon aus, dass ich demnächst ohne Fön aus dem Haus gehen kann", sagte der langjährige FFC-Macher Dietrich. Der Traum der Potsdamerinnen, das begehrte Triple in dieser Saison zu schaffen, ist nach der ersten Pleite jedenfalls fast schon ausgeträumt.

"Sack nur noch zumachen"

Die Chance, dass die Hessinnen ihre Wette gegen Dietrich gewinnen und den "Pott" aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegennehmen können, ist nach dem Kantersieg vor einer Woche in Potsdam groß. "Der Sack ist gut gefüllt", weiß Dietrich: "Jetzt müssen wir ihn nur noch zumachen."

Kanzlerin Merkel drückt als gebürtige Brandenburgerin zwar Potsdam die Daumen, doch der Geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, der ebenso das Spiel im Stadion am Bornheimer Hang vor Ort verfolgt, glaubt nicht mehr an eine Wende. "Beide Teams spielen zwar auf dem gleichen hohen Niveau, aber ich denke, dass sich der FFC den Sieg nicht mehr nehmen lassen wird", sagte Turbine-Mitglied Zwanziger.

"Damit hätten wir Planungssicherheit"

Für das Starensemble um die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz hätte der zweite Erfolg in Europa nach 2002 nach den Pleiten gegen Turbine in der Meisterschaft sowie im DFB-Pokalfinale nicht nur prestigeträchtigen Wert, sondern wäre auch finanziell von großer Bedeutung. "Damit hätten wir Planungssicherheit", erklärte Dietrich. Denn nur als Titelverteidiger wäre der fünfmalige deutsche Meister auch in der kommenden Saison sicher für das internationale Geschäft qualifiziert.

Doch unterschätzen wird der FFC den Dauerrivalen nicht. "Wir sind weiter auf der Hut", sagte Trainer Hans-Jürgen Tritschoks. Auch Spielmacherin Renate Lingor, die im Hinspiel zwei Treffer erzielte, warnt ihre Kolleginnen: "Die Partie muss erst noch gespielt werden. Wir wissen ja, dass Potsdam bei uns viele Tore schießen kann."

"Die zweite Schlacht folgt noch"

Die "Torbienen" aus Potsdam ziehen ihre Hoffnung, als zweite deutsche Mannschaft nach Frankfurt in einer Saison alle drei Titel auf Vereinsebene zu gewinnen, vor allem aus dem 6:2 im Punktspiel am Ostersamstag. "Wir haben zwar eine Schlacht verloren, aber die zweite folgt noch", sagte Trainer Bernd Schröder und glaubt: "Wenn wir früh ein Tor schießen, haben wir noch eine Chance."

© SID

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