Fußball Uefa-Cup
Bayer geht gegen Zenit sang- und klanglos unter

Bayer Leverkusen hat schon im Hinspiel des Uefa-Cup-Viertelfinales in der Bayarena mit dem 1:4 (1:1) gegen Zenit St. Petersburg fast alle Chancen auf das Halbfinale eingebüßt.

Bayer Leverkusen hat im Uefa-Pokal ein Debakel erlebt und steht bereits nach dem Viertelfinal-Hinspiel wie im Vorjahr vor dem K.o.. Die Werkself kassierte gegen den russischen Meister Zenit St. Petersburg nach einer katastrophalen Leistung eine 1:4 (1:1)-Niederlage und hat damit vor dem Rückspiel in einer Woche kaum noch Chancen. Für Bayer war es nach dem 0:3 im vergangenen Jahr gegen den spanischen Erstligisten CA Osasuna, gegen den man im Uefa-Cup-Viertelfinale schließlich ausschied, die höchste Niederlage vor heimischer Kulisse in der Europacup-Vereinsgeschichte.

Vor 19 500 Zuschauern in der nicht ausverkauften Bayarena machten Andrej Arschawin (20.), Pavel Pogrebnjak (52.), Aleksandr Anjukow (61.) und Igor Denisow (63.) den Kantersieg der Gäste perfekt. Leverkusen durfte nur nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Mr. Europacup Stefan Kießling (33.) auf eine gute Ausgangsposition hoffen. Für den gebürtigen Franken war es das siebte Tor im laufenden Wettbewerb.

Leverkusen ohne Schwung und Ideen

Die Leverkusener konnten zu keiner Zeit an die guten Leistungen in den vorherigen Runden, wie etwa gegen Galatasaray Istanbul oder den Hamburger SV, anknüpfen. Ohne Schwung und Ideen im Angriffsspiel dazu viele Ballverluste in der Rückwärtsbewegung prägten das Leverkusener Spiel in der 136. Europacup-Partie der Vereinshistorie. So hatten die Gäste aus der früheren russischen Hauptstadt leichtes Spiel und kamen immer wieder durch schnell vorgetragene Konter zum Abschluss und auch zu den Toren.

Enttäuschend war auf Leverkusener Seite wieder einmal Nationalspieler Bernd Schneider, dem nahezu gar nichts gelang und der auch folgerichtig in der 62. Minute für Sergej Barbarez ausgewechselt wurde. Immerhin war Schneider an einer der wenigen guten Aktionen im Leverkusener Spiel beteiligt. Nach einer Flanke von Theofanis Gekas köpfte Schneider den auf der Linie stehenden russischen Verteidiger Roman Schirokow an, den Nachschuss verwertete Kießling.

Hoffnung nach Kießlings Ausgleichstreffer

Beim Stand von 1:1 schöpften die Leverkusener Fans wieder ein wenig Hoffnung, doch im zweiten Durchgang brachen die Gastgeber dann völlig ein. Anstatt eines Angriffslaufs waren es die Gäste, die immer wieder gefährlich vor das Leverkusener Tor kamen und innerhalb von nur zwölf Minuten zu ihren Gunsten entschieden. Dabei saß Zenit-Trainer Dick Advocaat nicht einmal auf der Bank. Der frühere Bondscoach musste auf der Tribüne Platz nehmen, nachdem er von der Uefa eine Drei-Spiele-Sperre erhalten hatte.

Doch die Leverkusener machten es auch den Gästen einfach. Die Verunsicherung der Skibbe-Elf nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge war unübersehbar. Da nutzte es auch nichts, dass der Bayer-Coach wieder kräftig rotieren ließ und im Vergleich zum 0:2 gegen Eintracht Frankfurt drei Änderungen in der Startformation vornahm. So wurden Erinnerungen an das 0:3 vor einem Jahr gegen Osasuna wach, als Bayer ebenfalls im Viertelfinal-Hinspiel alle Chancen auf den Halbfinal-Einzug verspielte.

© SID

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