Fußball Uefa-Cup
Bayer und Osasuna stapeln vor Viertelfinale tief

Vor dem Uefa-Cup-Hinspiel zwischen Bayer Leverkusen und CA Osasuna heute schlagen beide Klubs leise Töne an. In der Bayarena will der Werksklub aber den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale legen.

17 Spiele, aber nur sechs Siege: Die Europacup-Bilanz von Bayer Leverkusen gegen spanische Mannschaften verheißt nichts Gutes. Entsprechend leise sind deshalb die Töne, die vor dem heutigen Viertelfinal-Hinspiel im Uefa-Cup gegen CA Osasuna (19.00 Uhr/live bei Premiere) aus dem Lager des Bundesligisten kommen. "Wir sind froh, unter den letzten Acht in diesem Wettbewerb zu sein und werden unser Bestes geben. Ein 0:0 wäre durchaus eine gute Ausgangsposition. Wir werden aber alles daransetzen, zu gewinnen", sagte Trainer Michael Skibbe.

Der seit Wochen überragende Nationalspieler Bernd Schneider gibt sich ebenfalls betont zurückhaltend: "Wir haben ein schweres Heimspiel. Osasuna ist eine defensivstarke, für spanische Verhältnisse robuste Mannschaft. Aber wir wollen alles tun, um ins Halbfinale vorzudringen. Ich sehe die Chancen bei 50:50."

Vereinschronik macht Bayer Mut

Zusätzlichen Rückenwind könnten sich die Werksfußballer aber dann doch mit einem Blick in die Vereinschronik verschaffen. Denn ausgerechnet der Weg zum größten Erfolg in der Klubgeschichte führte 1988 über zwei Traditionsteams aus Spanien. In der Uefa-Cup-Saison 1987/88 schaltete Bayer in der Runde der letzten Acht zunächst den FC Barcelona aus und holte gegen den Stadtrivalen Espanyol in den Finalspielen den Pott.

Nach Meinung des früheren Leverkusener Mittelfeldstars Bernd Schuster, der seinem Ex-Klub minimale Vorteile zuschreibt ("51:49"), muss es bereits in der Bayarena ordentlich krachen. Bei Osasuna "brennt der Baum, da geht es richtig zur Sache. Das wird ein ganz irres Ding werden. Deshalb muss Bayer zu Hause ein Polster herausschießen, um im Rückspiel nicht unnötig unter Druck zu geraten", sagte der Trainer des spanischen Erstligisten FC Getafe dem Kölner Express über die Mannschaft aus Pamplona, die erstmals im Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs steht.

Spielerische Vorteile bei Leverkusen

Der "Blonde Engel" beschreibt das Team aus der Stierkampf-Stadt, das in der Champions-League-Qualifikation am Hamburger SV scheiterte, als "ruppige und unangenehme Truppe" und bestätigt damit den Eindruck von Bernd Schneider. Laut Schuster komme das Team allerdings nicht mit "spielerisch guten Mannschaften klar". Und spielerisch hat Bayer in den letzten fünf Bundesligaspielen (13 Punkte) phasenweise mehr als überzeugen können.

"Wir wissen, dass Leverkusen einige gute Nationalspieler in den eigenen Reihen hat. Nicht zu vergessen ist auch, dass sie Lens ausgeschaltet haben, einen Gegner, den wir nur zu gut aus der vorangegangenen Runde kennen", sagte Osasunas Trainer Angel "Cuco" Ziganda und gab die Favoritenbürde ab: "Leverkusen ist ein toller Verein mit einer großen Geschichte und viel Tradition. Sie sind Favorit, aber wir werden ihnen alles abverlangen."

Haggui und Castro zurück im Kader

Abwehrspieler Karim Haggui und Nationalspieler Gonzalo Castro werden Michael Skibbe nach ihren Gelbsperren im Punktspiel bei Mainz 05 wieder zur Verfügung stehen. Spannend wird der Auftritt von Sergej Barbarez vor den eigenen Fans, die den Bosnier nach dem letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) ausgepfiffen hatten.

"Ich habe das gar nicht so mitbekommen und finde das auch nicht so dramatisch", sagte der 35-Jährige, der aber offenbar nicht ganz undankbar für den vehementen Einsatz seines Coaches war. Skibbe ("absolute Frechheit") hatte sich aus Verärgerung über diese Aktion mit Fanvertretern zu einer Aussprache zusammengesetzt.

© SID

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