Fußball Uefa-Cup
Bayern geht mit Respekt ins Hinspiel gegen Getafe

Auf europäischer Bühne hat der FC Getafe vergleichsweise wenig Erfolge vorzuweisen. Dennoch ist der FC Bayern München vor dem heutigen Viertelfinal-Hinspiel im Uefa-Pokal gewarnt.

Für Franz Beckenbauer ist es eine Mannschaft voller Nobodys, für den FC Barcelona, Real Madrid, Benfica Lissabon und Tottenham Hotspur wurde der FC Getafe in dieser Saison aber bereits zum Favoritenschreck. Ein ähnlich böses Erwachen gegen die auswärtsstarken Spanier will der deutsche Rekordmeister Bayern München heute (20.45 Uhr/live bei Premiere und Sat. 1) im Viertelfinal-Hinspiel des Uefa-Cups verhindern.

"Für mich ist das die vielleicht stärkste Mannschaft im Wettbewerb. Wir müssen total aggressiv sein", sagt Martin Demichelis, der rechtzeitig genesen ist und seiner Forderung mit seinem verbliebenen Veilchen unter dem linken Auge Nachdruck verleiht. "Die Leistung von Nürnberg wird nicht reichen. Wir müssen uns um 30 Prozent steigern", fordert Trainer Ottmar Hitzfeld: "Wichtig ist, dass wir unsere Philosophie durchsetzen. Getafe hat sicherlich Probleme in der Verteidigung."

Schweinsteiger und Podolski von Beginn an?

Ob der von Hitzfeld einst als "Aggressiv-Leader" bezeichnete Mark van Bommel auflaufen kann, ist allerdings fraglich. Ein grippaler Infekt zwang den niederländischen Mittelfeldspieler zu einer Trainingspause. Als "sehr gefährdet" bezeichnet Hitzfeld van Bommels Einsatz, angeschlagene Spieler werde er nicht aufbieten.

Dagegen darf Bastian Schweinsteiger genauso wie der von seiner Knöchelverletzung genesene Lukas Podolski anstelle von Miroslav Klose auf einen Einsatz von Beginn an hoffen. Auch Schweinsteiger warnt vor dem Madrider Vorort-Klub. Man müsse sich auf ein "Geduldsspiel" einstellen, sagt der Nationalspieler: "Wir werden kaum Lücken finden. Getafe ist nicht unbedingt auf einen Sieg aus. Es könnte sein, dass erst ab der 70. Minute etwas passiert."

Das Team von Coach Michael Laudrup, das seine Generalprobe in der spanischen Primera Division gegen CA Osasuna allerdings 0:2 verpatzte, hat in der laufenden Saison mit Auswärtssiegen bei Real (1:0) und "Barca" (2:0) sowie dem Weiterkommen im europäischen Wettbewerb gegen Benfica und Tottenham bereits von sich reden gemacht. Zudem gelang Getafe, immerhin erstmals im Uefa-Cup vertreten, bislang in jedem internationalen Auswärtsspiel ein Tor.

Schweinsteiger: "Ein 1:0 oder 2:0 wäre ideal"

In der Liga steht der Ex-Klub des deutschen Trainers Bernd Schuster, mittlerweile bei den Königlichen unter Vertrag, allerdings nur auf Platz zwölf. Dennoch warnte Schuster via DSF: "Wenn Getafe in München ein gutes Ergebnis erzielt, dann wird es eng." Das wollen die Bayern mit aller Macht verhindern. "Unser Ziel ist es, zu Null zu spielen. Ein 1:0 oder 2:0 wäre ideal", sagt Schweinsteiger.

Getafes Präsident Angel Torres hat unterdessen bissig auf des Kaisers Aussagen über seinen Klub reagiert. "Vielleicht müssen wir Beckenbauer hinterher ein Autogramm von uns geben, damit er es in seine Brieftasche steckt und weiß, wer Getafe ist", erklärte Torres. Der Bayern-Präsident hatte nach der Viertelfinal-Auslosung gesagt, er kenne keinen einzigen Spieler des Gegners: "Das sind für mich Nobodys." In Barcelona, Madrid und anderswo kennt man sie inzwischen besser.

© SID

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