Fußball Uefa-Cup
Bayern holen mageres 1:0 gegen Belenenses

Gegen den portugiesischen Vertreter Belenenses Lissabon tat sich Bayern München sehr schwer. Lediglich ein 1:0 (1:0) durch Luca Toni stand im Hinspiel der ersten Runde des Uefa-Pokals zu Buche.

Top-Favorit Bayern München hat seine erste Pflichtübung im Uefa-Pokal ohne Glanz, aber immerhin auch ohne Gegentor erledigt. Der Cup-Sieger von 1996 bezwang Belenenses Lissabon mit 1:0 (1:0) und hat sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 4. Oktober in der portugiesischen Hauptstadt geschaffen. Star-Stürmer Luca Toni erzielte in seinem ersten Europacup-Spiel das goldene Tor für die Bayern (34.).

64 000 Zuschauer sahen eine überlegene Bayern-Elf, die sich aber gegen die harmlosen Gäste vor allem im Abschluss schwer tat. Nach zehn Jahren in Beletage der Champions League wurde das verwöhnte Publikum in der ersten Runde des "Cups der Verlierer" zumeist mit Fußball-Magerkost abgespeist.

"Ich bin enttäuscht über das Resultat, wir haben uns etwas mehr vorgestellt. Wir wussten aber, dass der Gegner gut verteidigen kann", sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld: "Trotzdem ist es eine gute Ausgangsposition: Wir haben zu Null gespielt und können auch auswärts gewinnen. Im Heimspiel muss der Gegner mehr machen. Ich denke, deshalb wird es für uns einfacher werden."

Hitzfeld konnte auf Toni zurückgreifen. Der Italiener hatte seine Oberschenkelverletzung rechtzeitig auskuriert. Der Traum-Angriff der Bayern wurde dennoch gesprengt, weil Miroslav Klose gesperrt war. Neben Toni stürmte deshalb erstmals Lukas Podolski. Christian Lell ersetzte den verletzten Philipp Lahm auf der rechten Abwehrseite.

Nach gutem Beginn mussten sich die Hausherren nur bis zur sechsten Minute gedulden, ehe Toni erstmals gefährlich im Strafraum der Portugiesen auftauchte. Doch der Weltmeister schoss aus aussichtsreicher Position über das Tor. In der Folge bestimmten die Bayern das Geschehen, ohne sich aber zunächst weitere klare Chancen erarbeiten zu können. Immer wieder wurde Franck Ribery im Mittelfeld gesucht, dem Franzosen fehlte aber die Unterstützung seiner Nebenleute. Auch Podolski fand nur schwer ins Spiel und fiel gegenüber Toni ab.

So dauerte es gegen die harmlosen Gäste immerhin bis zur 26. Minute, ehe die Bayern ihre zweite Möglichkeit hatten. Nach einer Flanke von Bastian Schweinsteiger köpfte Marcell Jansen knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch danach versäumten es die Münchner, Lissabon stärker unter Druck zu setzen.

So mussten die Fans bis zur 34. Minute warten, bis endlich die Führung fiel. Nach einem Pass von Mark van Bommel schoss Toni unhaltbar für den Gäste-Keeper Paulo Costinha ein. Bis zur Pause blieb das Tor allerdings das einzige Highlight in einer durchschnittlichen Begegnung. Nur 180 Sekunden nach dem Seitenwechsel war es dann Ribery, der die erste Gelegenheit für die Bayern vergab. Sein Gewaltschuss aus 20 Metern verfehlte das Tor knapp. Kurz darauf musste der bis dahin beschäftigungslose Oliver Kahn im Kasten der Bayern erstmals eingreifen, als er einen Konter der Gäste gerade noch rechtzeitig abfing.

Die Bayern verpassten es in der zweiten Hälfte, bei zahlreichen Kontern und gut herausgespielten Chancen ihr Polster für das Rückspiel noch komfortabler zu gestalten. So hatte Podolski bei einem Alleingang Pech, als er nach 56 Minuten den Ball nur wenige Zentimeter über das Tor schoss. Ein Distanzschuss von Ze Roberto hielt Costinha mit Bravour (58.). Ab der 84. Minute kam für Ribery Nationalspieler Jan Schlaudraff ins Spiel und damit nach seiner Bandscheiben-Operation erstmals für die Bayern zum Einsatz.

© SID

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