Fußball Uefa-Cup
Bei Bremen soll gegen Alkmaar die Null stehen

Kein Tor kassieren, aber selbst mindestens einmal erfolgreich sein. Die Rechnung des Bundesligisten Werder Bremen vor dem heutigen Rückspiel des Uefa-Pokal-Viertelfinales gegen AZ Alkmaar ist denkbar einfach.

Vor dem Rückspiel des Uefa-Pokal-Viertelfinales gegen den AZ Alkmaar heute Abend (20.45 Uhr/live bei Premiere und Sat.1) üben sich die Verantwortlichen des Bundesliga-Zweiten Werder Bremen in Zurückhaltung. "Das 0:0 aus dem Hinspiel ist kein schlechtes, aber eben auch ein gefährliches Ergebnis", sagt Sportdirektor Klaus Allofs. Zumal es nach der von der Europapokal-Arithmetik bestimmten Devise gehen soll: Selber treffen, ohne ein Gegentor einzufangen.

Pasanen muss Mertesacker ersetzen

Da kommt es alles andere als gelegen, dass Bremens im wahrsten Sinne des Wortes überragender Abwehrspieler Per Mertesacker gegen die Niederländer wegen eines Meniskuseinrisses im rechten Knie ausfällt. Werder-Coach Thomas Schaaf muss auch auf Christian Schulz verzichten, den muskuläre Probleme plagen. Zudem ist der schwedische Neuzugang Markus Rosenberg, der am Sonntag in der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg den Treffer des Tages erzielte, international für die Hanseaten noch nicht spielberechtigt.

Für Torhüter Tim Wiese sind diese Personalien allerdings überhaupt kein Grund, am Erreichen der Vorschlussrunde zu zweifeln: "Zu 70 Prozent sind wir weiter. Wir haben genügend gute Leute in der Hinterhand. Ich bin zuversichtlich, dass wir hinten auch ohne Per gut stehen werden."

Den Platz des Nationalspielers wird gegen den niederländischen Ex-Meister Petri Pasanen einnehmen. Der Finne verlor vor Saisonbeginn seinen Stammplatz an Mertesacker und kam seither nur zu sechs Kurzeinsätzen als Außenverteidiger, ehe er am vergangenen Wochenende nach fast sieben Monaten wieder über 90 Minuten durchspielte."Ich spiele seit 15 Jahren Innenverteidiger, ich weiß, wie das geht", beteuert Pasanen.

Bei Klose soll der Knoten platzen

Die Umbesetzung in der grün-weißen Defensivabteilung hat die Ladehemmung von Torjäger Miroslav Klose ein wenig aus dem Fokus der Öffentlichkeit rücken lassen. Mittlerweile ist der WM-Torschützenkönig bei 1 122 Minuten ohne Torerfolg angelangt, eine Misserfolgsserie, die gegen Nürnberg fast schon tragische Züge erhielt. Als der 28-Jährige frei aufs Tor zulaufen konnte, pfiff Schiedsrichter Michael Weiner aus Giesen die Partie auf die Sekunde pünktlich ab.

"Dann trifft "Miro" eben gegen Alkmaar", meint Teamkollege Torsten Frings. Beide Leistungsträger liebäugeln damit, den Vize-Meister vorzeitig zu verlassen, doch während Frings ungeachtet seines Flirts mit Italiens Rekordmeister Juventus Turin Woche für Woche Top-Leistungen abliefert, scheint Klose der schier unendliche Vertragspoker geradezu zu lähmen.

Da bleibt Trainer Thomas Schaaf kaum anderes übrig, als den Stürmer verbal aufzupäppeln. "Er bewegt sich wieder besser", stellt der Coach fest, "und er bemüht sich." Eine Formulierung, die die Suche nach einem neuen Brötchengeber im Arbeitszeugnis eines "normalen" Angestellten" bekanntlich erheblich erschwert.

© SID

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