Fußball Uefa-Cup
Blasse Berliner nur mit Nullnummer

Hertha BSC Berlin ist am dritten Spieltag des Uefa-Pokals gegen RC Lens nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. Der Bundesligist rutschte durch das Remis auf den vierten Tabellenplatz der Gruppe C ab.

Bundesligist Hertha BSC Berlin hat seine glänzende Ausgangsposition in der Gruppenphase des Uefa-Pokals leichtfertig verspielt. Die Berliner kamen im ersten Heimspiel gegen den RC Lens aus Frankreich nicht über ein 0:0 hinaus. Mit nunmehr vier Zählern auf dem Konto und zwei harten Prüfsteinen in Genua und gegen Bukarest vor der Brust, müssen die wirtschaftlich nicht auf Rosen gebetteten Herthaner als Vierter der Gruppe C um das lukrative Weiterkommen auf internationalem Parkett bangen.

"Wir hatten zuviel Respekt vor dem Gegner. Wir haben es nicht geschafft, mehr Druck auszuüben. In der zweiten Halbzeit war es streckenweise besser, aber die ganz großen Chancen hatten wir nicht", meinte Götz im Anschluss.

Nur 18 514 Zuschauer im weiten Rund

Trotz der finanziell angespannten Lage tat das Berliner Publikum seiner Hertha nicht den Gefallen, in Strömen ins Olympiastadion zu pilgern. Lediglich 18 514 Besucher wollten das von Manager Dieter Hoeneß zum Gipfeltreffen erkorene Duell mit den Nordfranzosen vor Ort verfolgen und ihrem Klub damit wichtige Zusatzeinnahmen in die leere Vereinskasse gönnen.

Das Spiel der Gastgeber hatte auch nicht mehr Zuschauer verdient. Zwar stand die Mannschaft von Trainer Falko Götz auch wegen der ungewöhnlichen Doppelabsicherung vor der Abwehr mit dem Ungarn Pal Dardai sowie dem Kroaten Niko Kovac in der Defensive verhältnismäßig sicher. Doch im Spiel nach vorne enttäuschten die Hausherren auf ganzer Linie. Der Brasilianer Marcelinho stand wie schon bei der 0:2-Niederlage am vergangenen Samstag in Dortmund völlig neben sich. Auch der türkische Nationalspieler Yildiray Bastürk änderte am schwachen Offensivspiel der Berliner nichts. Der Mittelfeldspieler, der nach rund sechs Wochen erstmals wieder in der Startelf stand, bot zwar kämpferisch viel Engagement, agierte aber insgesamt unglücklich.

Bastürk mit der Chance zur Führung

Bezeichnenderweise vergab Bastürk Berlins beste Torchancen des Spiels. Vor der Pause traf er aus 13 Metern den Ball nicht richtig und verfehlte das Tor um zwei Meter (14.). Nach 64 Minuten bekam Bastürk erneut die Chance, aus 16 Metern zum 1:0 einzuschießen, doch abermals traf Bastürk den Ball nicht voll. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Franzosen, die seit 14 Ligaspielen nicht mehr verloren haben, wesentlich mehr vom Spiel und deutlich mehr Torschüsse aufzuweisen. Erst in der Schlussphase begann Berlin, den abwehrstarken Ex-Meister in dessen Hälfte einzuschnüren. Trainer Falko Götz hatte mit Kevin Prince Boateng und Andreas Neuendorf zusätzlichen Offensivschwung eingewechselt.

© SID

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