Fußball Uefa-Cup
Bremen mit Zuversicht nach St. Etienne

Nach der Gala gegen den VfB Stuttgart tritt Werder Bremen mit reichlich Zuversicht heute (20.30 Uhr/live in der ARD) zum Achtelfinal-Rückspiel beim AS St. Etienne an.

Das Geschwätz von einer freiwilligen Kapitulation war für Thomas Schaaf nicht mehr als ein schlechtes Ablenkungsmanöver. "Ich glaube nicht, dass es sich St. Etienne erlauben kann, dieses Spiel herzuschenken. Sie werden sich beweisen und ihren Fans etwas bieten wollen", kommentierte der Trainer von Werder Bremen vor dem Achtelfinal-Rückspiel im Uefa-Cup beim französischen Fußball AS-Rekordmeister St. Etienne heute (20.30 Uhr/live in der ARD) die ungewöhnlichen Äußerungen seines Kollegen Alain Perrin.

Der AS-Trainer hatte mit Blick auf das Duell gegen den Bundesliga-Zehnten angekündigt, keine Gegenwehr mehr leisten zu wollen. Der Uefa-Cup sei eine lästige Aufgabe. "Wir werden im Spiel gegen Werder gar nicht versuchen, die nächste Runde zu erreichen, um in der Liga nicht weitere Punkte zu verschwenden", hatte Perrin gesagt und auf den Abstiegskampf der Ligue 1 verwiesen, wo die "Grünen" auf den 18. Platz abgerutscht sind. Inzwischen ruderte der St. Etienne-Trainer ein wenig zurück und versprach den Fans nach der 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel einen "großen Kampf".

Zuversicht bei Werder groß

Bei Werder war vor dem Abflug des Sonderfluges AB 1 001 in Richtung Loire die Zuversicht so oder so groß. "Die Mannschaft hat zuletzt wieder gezeigt, was sie leisten kann. Wir müssen vom Sieg überzeugt sein und wollen unser Spiel durchbringen", sagte Schaaf.

Ungeachtet ihres "Peru-Problems", in dessen Zuge Vorstands-Chef Jürgen L. Born wegen vermeintlicher finanzieller Unregelmäßigkeiten zurücktrat und das Stürmer Claudio Pizarro ins Zwieleicht brachte, befinden sich die Hanseaten sportlich im Aufwind. Das unterstrich zumindest der 4:0-Erfolg am vergangenen Sonntag gegen den VfB Stuttgart. Zudem gehört die Wackel-Abwehr der Hinrunde der Vergangenheit an. Zuletzt blieb man in der Bundesliga dreimal in Folge ohne Gegentor.

"Wir haben eine große Chance, in St. Etienne weiterzukommen. Das 1:0 im Hinspiel war ein exzellentes Ergebnis. Gegen den VfB Stuttgart hat die Mannschaft bewiesen, was in ihr steckt. Wir haben die Möglichkeit, Großes zu bewegen", meinte Aufsichtsrats-Chef Willi Lemke. Der Uefa-Cup und der DFB-Pokal, wo die Bremer im Halbfinale beim Hamburger SV antreten müssen, sind für derartige Vorhaben aber wohl die letzte Chance. In der Bundesliga liegt man im Niemandsland der Tabelle.

Bremen ohne Baumann, Pasanen, Fritz und Jensen

"Natürlich wollen wir jetzt im Uefa-Cup so lange wie möglich dabei bleiben. Das ist ein interessanter Wettbewerb, bei dem es einen Titel zu gewinnen gibt", sagte Schaaf, der in St.Etienne wieder auf seine Stamm-Innenverteidigung zurückgreifen kann. Nationalspieler Per Mertesacker fehlte zuletzt grippegeschwächt, Kompagnon Naldo ist in der Bundesliga gesperrt. Verzichten müssen die Bremer im Stade Geoffroy-Guichard allerdings auf Kapitän Frank Baumann (Gelbsperre) sowie die angeschlagenen Petri Pasanen, Clemens Fritz und Daniel Jensen.

Zum Viertelfinal-Einzug sollte es gegen den französischen Abstiegskandidaten aber eigentlich trotzdem reichen. Zumal sich Spielmacher Diego gegen Stuttgart in Gala-Form präsentierte und Werders Sportchef Klaus Allofs das Team nach den eigenwilligen Ankündigungen aus St. Etienne noch einmal nachdrücklich gewarnt hat: "Unsere Spieler sind auf alles vorbereitet. Sie dürfen sich nicht zu sicher fühlen."

© SID

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