Fußball Uefa-Cup
BVB will Sieg gegen "harten Brocken" aus Udine

Erster Uefa-Pokal-Auftritt seit fünf Jahren: Borussia Dortmund kehrt auf die europäische Fußball-Bühne zurück. Auftaktgegner für die Klopp-Elf ist heute Udinese Calcio.

Die Euphorie ist spürbar, die Anspannung steigt: Inzwischen ist auch dem letzten Profi von Borussia Dortmund die Bedeutung des ersten Uefa-Pokal-Auftritts seit fünf Jahren klar. "Das Spiel ist wichtiger als jedes Revierderby", betonte Sportdirektor Michael Zorc vor dem Erstrunden-Hinspiel heute Abend (20.45 Uhr/live in der ARD) gegen den italienischen Erstligisten Udinese Calcio. Denn nur in der Gruppenphase winken den Westfalen die ersehnten Zusatzeinnahmen.

Exakt 1 757 Tage mussten die Fans auf das Comeback im zweitwichtigsten Wettbewerb hinter der Champions League warten. Zweimal misslang seither der Versuch, sich über den "Hoffnungslauf" UI-Cup für den Uefa-Pokal zu qualifizieren. Doch damit soll nun Schluss sein. "Von einem Verein wie Dortmund erwartet man internationalen Fußball", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der zwei Mill. Euro aus dem Wettbewerb in den Saisonplanungen angesetzt hat.

Weidenfeller: "Udine ist ein harter Brocken"

Deshalb ist der Sprung in die Gruppenphase fast schon Pflicht. Umso ärgerlicher, dass die Schwarz-Gelben das schwerste Erstrunden-Los aller sechs Teilnehmer aus der Bundesliga erwischt haben. "Udine ist zwar ein harter Brocken. Aber wer weiterkommen will, muss auch diese Hürde nehmen", meinte Torhüter Roman Weidenfeller.

Wie eine Meisterschaft hatten die Anhänger im Frühjahr den Einzug ins Finale des DFB-Pokals und die damit verbundene Qualifikation für den Uefa-Cup gefeiert. Nun soll dieser Erfolg veredelt werden. "Wir werden um jeden Meter kämpfen, um die große Chance zu nutzen", versprach Kapitän Sebastian Kehl.

Klopp simuliert Europacup

Mit einem komfortablen Sieg im 164. Europapokalspiel will der sechsmalige Meister am 2. Oktober zum Rückspiel nach Norditalien reisen. Deshalb zog Trainer Jürgen Klopp in der Vorbereitung alle Register und simulierte sogar den Europacup, indem er seine Truppe am Dienstag zur ungewohnten Abendzeit zwischen 19.00 und 20.30 Uhr trainieren ließ.

Mit dem Rückenwind eines guten Saisonstarts und der gelungenen Aufholjagd im Kohlenpott-Derby am vergangenen Samstag gegen Schalke (3:3 nach 0:3-Rückstand) fiebern besonders die Europacup-Debütanten dem Anpfiff entgegen. "Ich bin jetzt 26. Für den internationalen Fußball wird es allerhöchste Zeit", meinte Florian Kringe. Der 19 Jahre alte Shooting-Star Neven Subotic findet das alles "richtig geil" und ließ in den wissen: "Ich mag es, unter Licht zu spielen."

© SID

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