Fußball Uefa-Cup
Deutsche Frauen verlieren auf europäischer Bühne

Trotz einer 2:0-Führung hat Turbine Potsdam beim Halbfinal-Hinspiel im Uefa-Cup der Frauen noch eine 2:3-Niederlage gegen Djurgarden Älvsjö kassiert. Der 1. FFC Frankfurt unterlag hingegen mit 0:1 gegen Montpellier.

Die Chancen auf ein ein deutsches Finale im Uefa-Cup der Frauen werden immer geringer. Der deutsche Meister 1. FFC Frankfurt kassierte im Halbfinal-Hinspiel gegen Montpellier HSC/Frankreich eine überraschende 0:1 (0:0)-Heimniederlage, während Titelverteidiger Turbine Potsdam trotz einer 2:0-Führung 13 Minuten vor Schluss noch eine 2:3 (2:0)-Pleite gegen Djurgarden Älvsjö/Schweden hinnehmen musste.

Trotzdem glaubt auch DFB-Trainerin Silvia Neid vor allen Dingen an die Chance der Frankfurterinnen im Rückspiel am kommenden Samstag (26. November). "Es ist noch nichts verloren. Wenn der FFC ein Rezept gegen die massierte Abwehr der Französinnen findet, ist der Einzug ins Finale natürlich noch drin", sagte Neid als Beobachterin der Partie am Main.

Doch vor 4 300 Zuschauern im Stadion am Brentanobad tat sich der Uefa-Cup-Sieger von 2002 gegen die überhart einsteigenden Gäste sehr schwer. "Sie haben unfair gespielt. Aber jetzt erwarte ich eine Reaktion meiner Mannschaft. Nach dem Rückstand haben wir doch gut gespielt", meinte FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks. Ludivine Diguelman (50.) hatte die Französinnen in Führung gebracht. Bei ihrer vierten Halbfinal-Teilnahme ließen die Frankfurterinnen etliche Chancen ungenutzt. Allein Weltfußballerin Birgit Prinz vergab zwei gute Möglichkeiten (19./45.).

"Dreifachschlag" schockt Potsdam

Vor 1 600 Besuchern im Karl-Liebknecht-Stadion stand Potsdams Trainer Bernd Schröder der Schock über die bittere Niederlage noch Minuten nach dem Schlusspfiff des kuriosen Duells ins Gesicht geschrieben. Mit einem "Dreifachschlag" binnen 13 Minuten entzauberten die Schwedinnen Turbine vor den Augen von DFB-Präsident Theo Zwanziger und nahmen Revanche für die Pokal-Finalniederlage vom Mai diesen Jahres.

Nachdem die Brasilianerin Cristiane (19.) und Nationalspielerin Conny Pohlers (26.) die Gastgeber verdient in Führung gebracht hatten, setzte Djurgarden nach dem Wechsel auf konsequente Offensive und sorgte so für die Wende. Schwedens Nationalspielerin Victoria Svensson besiegelte in der Schlussminute den Sieg der Skandinavierinnen, nachdem zuvor Linda Fagerström (78.) und Laura Kalmari (88.) ausgeglichen hatten. Schröder glaubt im Rückspiel am kommenden Sonntag (27. November) trotzdem noch an die Chance seiner Mannschaft.

In Frankfurt stand vor allen Dingen Schiedsrichterin Floarea Cristina Ionescu (Rumänien) im Mittelpunkt der Kritik. "Die Französinnen hatten schon einige überharte Aktionen", urteilte auch Bundestrainerin Neid über die kompromisslose Spielweise von Montpellier. Allerdings blieb der FFC insbesondere in der ersten Halbzeit vieles schuldig und ging schlampig mit seinen Torchancen um. "Wir waren in der ein oder anderen Situation einfach zu hektisch", betonte Tritschoks, machte seiner Mannschaft aber auch Mut: "Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen."

© SID

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