Fußball Uefa-Cup
Dortmund will Kampf in Udine annehmen

Borussia Dortmund tritt nicht hoffnungslos bei Udinese Calcio an. Ein Weiterkommen wäre für Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber eine Sensation. Das Hinspiel endete 0:2.

Mit neuem Mut und der Hoffnung auf ein kleines Fußball-Wunder startete Borussia Dortmund in Richtung Italien. Noch vor dem Abflug zum Erstrunden-Rückspiel des Uefa-Pokals heute Abend (20.45 Uhr/live im ZDF) bei Udinese Calcio stellte Trainer Jürgen Klopp klar: "Das wird keine Kaffeefahrt. Wir werden alles versuchen und sehen, was möglich ist." Eine erfolgreich Aufholjagd nach dem 0:2 im Hinspiel wäre hingegen für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine "außergewöhnliche Sensation".

Gruppenphase und Zusatzeinnahmen sind für die Westfalen nach der desolaten Vorstellung zwei Wochen zuvor in weite Ferne gerückt, der insgesamt 165. Europacup-Auftritt der Vereinsgeschichte dürfte somit vorerst der letzte gewesen sein. Doch nach der überstandenen Mini-Krise und den beiden Vorstellungen im Pokal gegen Hertha BSC Berlin (2:1) und der Gala am vergangenen Samstag gegen den VfB Stuttgart (3:0) hochmotiviert, meinte Torjäger Alexander Frei: "Wenn man nicht glaubt, dass etwas geht, kann man sich die vielen tausend Euro Flugkosten sparen."

Zwei Treffer gegen den derzeitigen Dritten der italienischen Serie A sind für das Erreichen der Verlängerung Pflicht. Zusätzlich muss hinten die Null stehen. Entsprechend wäre ein frühes Tor ganz nach dem Geschmack der Borussia. "Das würde uns beflügeln und Udine verunsichern", sagte Mittelfeldakteur Tamas Hajnal im kicker. "Dann würde es noch einmal richtig spannend", ergänzte Klopp.

Eines steht fest, so der BVB-Coach, derartige Disziplinlosigkeiten und taktische Fehler wie im Hinspiel werde sich seine Mannschaft nicht noch einmal erlauben. Da wurde der BVB von routinierten und cleveren Gästen lehrbuchmäßig ausgekontert. Auf die allgemeine Verunsicherung und den drohenden Absturz nach dem anschließenden 1:4 in der Bundesliga beim Neuling 1 899 Hoffenheim regierte die Borussia jedoch mit imponierendem Kampfgeist.

Die Dortmunder hoffen, dass sich der Aufwärtstrend in Udine vorsetzt. Ihre Chance, die sie anscheinend nicht haben, wollen sie mit einer verstärkten Offensive nutzen. Höchstwahrscheinlich wird der Schweizer Frei, den Klopp nach viermonatiger Verletzungspause kontinuierlich aufbauen will, von Beginn an stürmen. Möglicherweise muss deshalb der Brasilianer Tinga zunächst auf die Bank.

© SID

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