Fußball Uefa-Cup
"Endspiele" im Halbfinale des Uefa-Cups

Für den 1. FFC Frankfurt geht es heute im Uefa-Cup um "Alles oder Nichts". Nach verlorenem Halbfinal-Hinspiel braucht der FFC einen Auswärtssieg, um das Finale perfekt zu machen. Turbine Potsdam spielt erst am Sonntag.

Für die Fußballerinnen von Titelverteidiger Turbine Potsdam und des 1. FFC Frankfurt werden schon die Halbfinal-Rückspiele im Uefa Women´s Cup jeweils zum großen Endspiel. "Es geht um alles oder nichts", betont FFC-Manager Siegfried Dietrich angesichts der überraschenden Heimniederlagen der beiden erfolgsverwöhnten Klubs in den Hinspielen.

Sowohl der Deutsche Meister aus Frankfurt als auch Pokalsieger Potsdam sind in den Rückspielen heute bei Montpellier HSC/Frankreich (14.30 Uhr) beziehungsweise am Sonntag bei Djurgarden Älvsjö/Schweden (12.00/live im RBB) auf Auswärtssiege angewiesen, um doch noch das erste deutsche Uefa-Cup-Finale überhaupt perfekt zu machen. "Das wäre ein Traum und würde dem deutschen Frauenfußball einen weiteren Schub geben", meinte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger mit Blick auf die beiden Endspiele im Mai 2006.

Schröder will locker bleiben und die Chance nutzen

Vor allen Dingen die Potsdamerinnen mussten sich nach der Heimpleite gegen Djurgarden (2:3) und drei Gegentoren in den letzten 13 Minuten erst einmal von ihrer ersten Niederlage im 15. Europacupspiel erholen. Inzwischen aber herrscht Aufbruchstimmung beim amtierenden Uefa-Cup-Sieger. "Wir werden unsere Chance nutzen und völlig locker an die Sache rangehen", kündigte Turbine-Coach Bernd Schröder vor dem Abflug am Samstag eine kontrollierte Aufholjagd an. Doch der Druck ist groß. Schröder: "Die Mannschaft weiß, dass es um unsere internationale Zukunft geht, die bei einem Ausscheiden in Gefahr gerät."

Tritschok fordert: "Wir müssen richtig dagegenhalten"

Mut macht dem Team um Kapitän Ariane Hingst die Tatsache, dass es im Uefa-Cup-Finale 2005 bereits mit 2:0 in Djurgarden gewinnen konnte. "Deshalb werden wir auch nicht aufgeben. Wir haben bewiesen, dass wir so ein Ergebnis holen können", meinte Abwehrspielerin Hingst.

Auch die Frankfurterinnen, Uefa-Cup-Titelträger von 2002, brennen nach dem 0:1 im Hinspiel auf Revanche in Montpellier. "Wir müssen richtig dagegenhalten. Die Französinnen waren im ersten Spiel läuferisch und kämpferisch sehr stark", warnte FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks vor der Partie im "Stade Municipal" vor der zum Teil übertriebenen Härte des Gegners. Manager Dietrich versprach vor dem "Finale": "Wir fahren nicht nach Südfrankreich, um den Kopf in den Mittelmeersand zu stecken. Die Niederlage ist abgehakt, wir wollen ins Endspiel."

© SID

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