Fußball Uefa-Cup
Favre warnt Hertha vor der Hürde St. Patrick

Hertha BSC Berlin will heute im Uefa-Cup-Rückspiel bei St. Patrick's Athletic die zuletzt schwachen Spiele vergessen lassen. "Es wird sehr, sehr schwer", so Trainer Lucien Favre.

Die Stimmung bei Bundesligist Hertha BSC Berlin ist nach den zuletzt schwachen nationalen Auftritten angespannt. Vor dem wichtigen Uefa-Cup-Rückspiel (heute, 18.00 Uhr/live im DSF) in der ersten Runde beim irischen Vizemeister St. Patrick's Athletic steht die "Alte Dame" gehörig unter Druck.

"Da kann ein Orkan auf uns zukommen", hatte Hertha-Trainer Lucien Favre bereits vor Tagen prophezeit, nach der peinlichen 0:1-Heimpleite gegen Energie Cottbus hat der Schweizer mit seiner Metapher die aktuelle Stimmungslage im Klub unfreiwillig auf den Punkt gebracht.

Favre: "Es wird sehr, sehr schwer"

Sollte Hertha nach dem 2:0-Hinspielsieg den Einzug in die Gruppenphase noch verspielen, wäre die Krise perfekt und Favre würde einen heftigen Gegenwind zu spüren bekommen. "Wir wollen in die Gruppenphase, unbedingt", gibt sich der 50-Jährige daher kämpferisch, warnte jedoch zugleich: "Es wäre ein Fehler, hinzufahren und zu denken: nach dem 2:0 klappt es schon. Es wird sehr, sehr schwer."

Vor allem, weil das in vielerlei Hinsicht peinliche 0:1 der Berliner am Samstag gegen bis dahin sieglose Cottbuser die Schwachstellen schonungslos offenbarte, was sicher auch auf der Insel registriert wurde. Es fehlte Zweikampfhärte, ein Spielgestalter im Mittelfeld und ein Zusammenspiel der Stürmer Marko Pantelic und Andrej Woronin, die zudem beide angeschlagen sind.

Favre sieht "zu wenig Feuer, Power und Druck"

"Ich habe nicht gedacht, dass meine Mannschaft so schlecht sein kann", meinte der Coach, der "zu wenig Feuer, Power und Druck" in seinem Team ausmachte. Gefragt ist nun aber Favre, vom Naturell her eher Analytiker denn Motivationskünstler, der seine Mannschaft aus der Lethargie erwecken muss. Der Tenor in den ungeduldigen Berliner Medien ist gleich: Die Schonfrist für den ehemaligen Schweizer Nationalspieler ist vorbei.

Als erste Maßnahme bricht Favre das Experiment mit der Mittelfeld-Raute ab: "Die Mannschaft ist noch nicht so weit." Druck auf etablierte Spieler kann er angesichts der dünnen Personaldecke aber kaum ausüben. Gegen den Tabellenzweiten der irischen Liga fallen neben den Langzeitverletzten Lucio, Christian Fiedler und Mohamed Amine Chermiti auch Gojko Kacar (Wadenzerrung) und Patrick Ebert aus, der sich in dieser Woche einer Leisten-Operation unterziehen muss.

Eine Ausrede dürften die vielen Verletzten jedoch nicht sein, meinte Kapitän Arne Friedrich, der nach dem Cottbus-Spiel Tacheles ("unterirdisch", "erbärmlich", "Frechheit") geredet hatte. "In Irland muss eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen", forderte der Nationalverteidiger.

© SID

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