Fußball Uefa-Cup
FCB will sich von Saloniki nicht aufhalten lassen

Bayern München reicht heute (ab 20.45 Uhr/live bei Pro 7) zum Abschluss der Gruppe F ein Unentschieden gegen Aris Saloniki, um in die erste K.o.-Runde des Uefa-Pokals einzuziehen. Bei einem Erfolg winkt der Gruppensieg.

Kurz vor der Weihnachtspause steht für den FC Bayern München heute noch ein wichtiges Spiel auf dem Programm. Ab 20.45 Uhr (live bei Pro Sieben) empfängt der deutsche Rekordmeister im letzten Spiel der Uefa-Cup-Gruppenphase das griechische Team von Aris Saloniki. Dabei benötigen die Bayern mindestens einen Punkt, um sicher ihr Minimalziel zu erreichen und den Weihnachtsfrieden zu wahren.

Doch die Münchner wollen im letzten Spiel des Jahres unbedingt gewinnen, um zum einen Sieger der Gruppe E zu werden, aber vor allem um einigermaßen entspannt in die Winterpause gehen zu können. Ansonsten würde der Druck auf Trainer Ottmar Hitzfeld nach den Diskussionen der vergangenen Wochen noch größer werden. Dann könnte das "sensible Gebilde FC Bayern", wie Hitzfeld es nennt, schneller zusammenbrechen, als es dem 58-Jährigen lieb ist.

"Unser Ziel muss es sein, das Spiel zu gewinnen und Gruppenerster zu werden", erklärte Hitzfeld, der in österreichischen Medien zur kommenden Saison mit RB Salzburg in Verbindung gebracht wurde. Auf die Frage, ob er im Falle einer Niederlage gegen Saloniki zurücktreten werden, meinte der Bayern-Coach, der voll auf Sieg setzt, am Dienstag: "Diese Frage erübrigt sich!" Wichtig sei, dass die Spieler "nochmals alle Kräfte mobilisieren". Ein frühes Tor, könne Gold wert sein, "damit der Knoten platzt".

Trotz der zuletzt wenig berauschenden Leistungen in der Liga hegen die Bayern-Stars ebenfalls "überhaupt keinen Zweifel", wie Torjäger Miroslav Klose betonte, "dass wir das Spiel gewinnen." Auch Weltmeister Luca Toni, der wieder einsatzbereit ist, geht selbstbewusst ins Spiel: "Wichtig ist ein guter Abschluss mit schönem Fußball. Wir wollen zeigen, wer wir sind, damit wir mit einem guten Gefühl in Urlaub fahren können."

Chancenverwertung das Manko

In den vergangenen Wochen hatten die zu Saisonbeginn noch hoch gelobten Münchner jedoch erhebliche Probleme bei der Chancenverwertung. Nur vier Tore in den letzten sieben Bundesligaspielen mit nur zwei Siegen, dafür aber gleich vier Nullnummern, lautet die magere Bilanz für die Millionen-Offensive der Münchner mit Klose, Luca Toni und Ribery.

Entsprechend wäre es laut Klose in der jetzigen Situation auch "fatal, wenn wir Saloniki unterschätzen würden. Wir müssen uns wieder auf unsere Stärken besinnen". Allerdings gab Ribery vor dem Duell mit den Griechen offen zu, dass eine gewisse Müdigkeit durchaus zu erkennen sei. Doch Ausreden will auch Uli Hoeneß nicht gelten lassen. Der Bayern-Manager strahlt vielmehr "große Zuversicht" aus, einen guten und erfolgreichen Abschluss zu haben.

Hitzfeld kann bis auf die verletzten Marcell Jansen und Hamit Altintop seine vermeintlich stärkste Mannschaft aufbieten. Auch Toni ist nach überstandener Oberschenkelverhärtung genauso wie Mark van Bommel, den nach dem Hertha-Spiel am Samstag eine Prellung behinderte, wieder einsatzfähig. Ins Tor wird Kapitän Oliver Kahn nach seiner vereinsinternen Sperre zurückkehren. Auch der zuletzt in der Bundesliga gesperrte Lucio steht im Europapokal zur Verfügung.

Bei Sieg winkt der Gruppensieg

Mit einem Sieg wären die Bayern Gruppenerster und würden dadurch in der K.o.-Runde zunächst einem aus der Champions League ausgeschiedenen Team aus dem Weg gehen und hätten im Rückspiel Heimrecht. Ein Remis würde wegen der besseren Tordifferenz zum Weiterkommen reichen. Bei einer Bayern-Niederlage dürfte Sporting Braga gegen Roter Stern Belgrad nicht gewinnen.

Doch an diesen Hochrechnungen will sich Hoeneß nicht beteiligen. Für ihn ist eine negative Sensation ohnehin nicht vorstellbar. Sollte dies aber doch passieren, würde sich die Unruhe beim Rekordmeister potenzieren. Schon jetzt ist eine Weiterbeschäftigung von Hitzfeld über den Sommer 2008 hinaus fraglich. Zudem hatten Vorwürfe von Kahn gegen das Team, insbesondere gegen Ribery und Toni, für Zündstoff gesorgt.

© SID

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