Fußball Uefa-Cup
FCR Duisburg startet Angriff auf Uefa-Cup

Im Hinspiel des Uefa-Cup-Finales beim russischen Meister Swesda Perm wollen die Fußballerinnen des FCR Duisburg den Grundstein für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte legen.

Mit einem erfolgreichen Abenteuer im 2800km entfernten russischen Kasan wollen die Fußballerinnen des FCR Duisburg ihrer Erfolgsstory im Uefa-Pokal ein weiteres Kapitel hinzufügen. Wenn heute (17.45 Uhr/live bei Eurosport) das Final-Hinspiel gegen den russischen Meister Swesda Perm angepfiffen wird, kann der deutsche Vizemeister den Grundstein für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte legen und knüpft dabei an die Tradition deutscher Vereine in der europäischen Königsklasse des Frauenfußballs an. Denn das achte Cup-Finale findet zum sechsten Mal mit deutscher Beteiligung statt, viermal (Frankfurt 2008, 2006, 2002 und Potsdam 2005) gewann ein Bundesligist die begehrte Trophäe.

Voss: "Realistische Chance auf Sieg"

"Wir sind uns bewusst, dass wir eine realistische Chance haben, diesen Pokal zu gewinnen", lautet die Einschätzung von Trainerin Martina Voss. Gleichzeitig warnt sie vor dem mit russischen und ukrainischen Nationalspielerinnen gespickten Gegner: "Perm ist ein sehr unangenehmes und vor allem heimstarkes Team, das mannschaftlich geschlossen spielt und unheimlich kompakt steht. Das macht sie so gefährlich." Dass sie ihre Heimspiele wegen eines nicht regelkonformen Kunstrasens nicht in Perm, sondern im Zentralstadion von Kasan austragen, hinderte den Uefa-Cup-Neuling nicht an Siegen über den Vorjahresfinalisten Umea IK aus Schweden und den dänischen Meister Bröndby IF.

Der FCR hat bei seinem Europapokal-Debüt mit spielerischen Mitteln und Offensivkraft überzeugt. Im vergangenen November ließ man im Viertelfinale dem Triple-Gewinner des Vorjahres, 1. FFC Frankfurt, im nationalen Prestigeduell keine Chance. Im Halbfinale gegen den französischen Meister Olympique Lyon zwang Duisburg dem Titel-Favoriten über weite Strecken sein Spiel auf. Spielführerin Inka Grings ist überzeugt: "Wenn wir wie gegen Lyon unser Spiel durchziehen, sind wir im Moment für jeden Gegner schwer zu schlagen. " Für die 30-Jährige wird ohnehin ein Traum wahr: "Ich weiß nicht, ob man so etwas noch einmal erleben wird."

"Tanz auf drei Hochzeiten" kostet Kraft

Die Stimmung im Team, die laut Weltmeisterin Simone Laudehr "nicht besser sein könnte", stärkt das Selbstvertrauen. Ein zusätzliches positives Signal dürfte die Vertragsverlängerung von Abwehrchefin Annike Krahn sein. Doch bei aller Vorfreude steht der FCR auch unter Erfolgsdruck. In der Meisterschaft wird der Klub, der auch das DFB-Pokalfinale erreicht hat, dem "Tanz auf drei Hochzeiten" Tribut zollen und sich womöglich mit dem dritten Platz hinter Bayern München und Turbine Potsdam zufrieden geben müssen. Um auch in der nächsten Saison an der neuen Champions League teilzunehmen, müsste mindestens Platz zwei her - oder der Uefa-Cup.

Ein gutes Ergebnis in Russland würde auch den Kartenverkauf für das Rückspiel in der MSV-Arena am 22. Mai (19.30 Uhr/live bei Eurosport) zusätzlich ankurbeln. Bislang wurden rund 16 000 Tickets verkauft.

© SID

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