Fußball Uefa-Cup
Frankfurt deklassiert Potsdam im Uefa-Pokalfinale

Schon nach dem Final-Hinspiel um den Uefa-Pokal der Frauen scheint dem 1. FFC Frankfurt der Titel nicht mehr zu nehmen. Die Gäste deklassierten Meister und Pokalsieger Turbine Potsdam auf deren Platz mit 4:0.

Der 1. FFC Frankfurt steht vor dem Uefa-Cup-Sieg und hat den Hoffnungen von Dauerrivale Turbine Potsdam auf das Titel-Triple einen herben Dämpfer versetzt. Die Hessinnen gewannen das Final-Hinspiel beim deutschen Meister und Pokalsieger klar mit 4:0 (1:0) und verschafften sich damit eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche vor heimischer Kulisse.

Nach den Toren durch Renate Lingor (6./84.), Sandra Albertz (64.) und Kerstin Garefrekes (77.) ist dem Team von Trainer Hans-Jürgen Tritschoks der zweite Uefa-Cup-Erfolg nach 2002 kaum noch zu nehmen. Potsdam hingegen benötigt nach der ersten Niederlage im vierten Aufeinandertreffen mit dem FFC in dieser Saison eine kleine Sensation, um mit dem dritten Titel eine perfekte Saison feiern zu können.

Beide Teams ersatzgeschwächt

Vor rund 4 000 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion musste Turbine auf Defensivspielerin Karolin Thomas (Kreuzbandriss) verzichten. Dagegen fehlte auf Frankfurter Seite neben den Dauerverletzten Pia Wunderlich, Sarah Günther und Christina Zerbe auch die Rot-gesperrte Stammtorhüterin Marleen Wissink. Für die niederländische Rekordnationalspielerin hütete Ursula Holl das Tor.

Die schnelle Führung durch Spielmacherin Lingor mit einem sehenswerten Freistoß-Treffer aus 25 Metern spielte den Gästen in die Karten. Fortan iniziierte der FFC vor allem durch die dreifache Weltfußballerin Birgit Prinz einige gefährliche Konter. So hätten die Nationalspielerinnen Sandra Smisek (32.) und Kerstin Garefrekes (40.) die Führung ausbauen können, scheiterten aber an der glänzend aufgelegten Turbine-Keeperin Nadine Angerer.

Die Potsdamerinnen ließen einen konstruktiven Spielaufbau vermissen. Die Spitzen bekamen kaum verwertbare Bälle aus dem Mittelfeld, das fast komplett den Frankfurterinnen überlassen wurde.

Im zweiten Spielabschnitt forderte der schwer bespielbare Rasen und der einsetzende Regen ihr erstes Opfer. Die schwedische Schiedsrichterin Eva Oedlund musste in der 54. Minute mit einer Zerrung vom Platz, für sie leitete Asstistentin Susanne Borg die Partie weiter. Turbine erhöhte den Druck und lief dann gneadenlos in die Frankfurter Konter.

© SID

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