Fußball Uefa-Cup
Frankfurt verdirbt Potsdam das Triple

Der 1. FFC Frankfurt hat zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Uefa-Pokal gewonnen. Turbine Potsdam musste sich im auch im Rückspiel in Frankfurt geschlagen geben und erreichte somit nicht das erhoffte Triple.

Zum zweiten Mal nach 2002 hat der 1. FFC Frankfurt den Uefa-Pokal gewonnen. Für Titelverteidiger Turbine Potsdam ist der Traum vom Triple somit endgültig geplatzt. Im deutschen Duell gewannen die Hessinnen auch das Rückspiel in Frankfurt 3:2 (1:2), nachdem sie schon eine Woche zuvor mit dem 4:0 in Potsdam den Grundstein zum Triumph gelegt hatten. Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichte den "Pott" an den FFC, der sich damit für die bitteren Pleiten gegen den Dauerrivalen in der Liga sowie im DFB-Pokalendspiel revanchierte.

Trotz einer aufopferungsvollen kämpferischen Leistung und zwei Toren von Conny Pohlers (9. und 36.) schaffte der neue deutsche Meister Potsdam nicht mehr die erhoffte Wende. Frankfurt kam durch einen Kopfball von Steffi Jones (24.) und einen verwandelten Foulelfmeter von Renate Lingor (73.) jeweils zum Ausgleich, den Schlusspunkt setzte Birgit Prinz in der Nachspielzeit (90.).

Potzdam ab 64. Minute in Unterzahl

Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Babett Peter musste Potsdam ab der 64. Minute in Unterzahl auskommen. Während Turbine als Meister in der kommenden Saison für den Europacup bereits qualifiziert war, hat auch der FFC die finanziell wichtige Teilnahme am internationalen Geschäft perfekt gemacht.

Vor der europäischen Rekordkulisse von 13 200 Zuschauern im Stadion am Bornheimer Hang lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, von dem auch Bundeskanzlerin Merkel als Ehrengast sichtlich angetan war. "Ich bin angenehm überrascht. Es ist ein schnelles und jede Minute spannendes Spiel", analysierte Merkel die Werbung für den Frauenfußball in der Halbzeitpause treffend: "Ich finde es ganz toll, dass sich der Frauenfußball so gut entwickelt."

Daumendrücken der Kanzlerin half nicht

Doch das Daumendrücken der gebürtigen Brandenburgerin Merkel half Potsdam nicht mehr. Zwar gingen die "Torbinen" durch Tor-Torjägerin Conny Pohlers zweimal in Führung, aber das Frankfurter Starensemble um die dreimalige Weltfußballerin Prinz wehrte sich tapfer und hatte in der temporeichen Partie ebenfalls weitere zahlreiche Chancen.

"Leidtragender" des Frankfurter Erfolges ist Manager Siegfried Dietrich. Dem langjährigen "FFC-Macher" wird nach verlorener Wette eine Glatze geschoren. Dafür kündigte der ebenfalls vor Ort weilende Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger seine Mitgliedschaft bei den Hessinnen an. "Darüber können wir nun reden", sagte Zwanziger, der bereits bei Turbine Mitglied ist.

© SID

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