Fußball Uefa-Cup
Geldstrafe gegen Feyenoord nach Fanrandalen

Der niederländische Traditionsverein Feyenoord Rotterdam ist von der Uefa zu einer Geldstrafe von umgerechnet 126 000 Euro verurteilt worden. Anhänger des Klubs hatten bei zwei Uefa-Cup-Spielen randaliert.

Nach Ausschreitungen von Hooligans des niederländischen Erstligisten Feyenoord Rotterdam hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) relativ milde Strafen gegen den ehemaligen Europapokalsieger verhängt. Feyenoord muss umgerechnet 126 000 Euro (200 000 Schweizer Franken) Bußgeld zahlen. Sollten Anhänger des Klubs in den kommenden drei Jahren erneut negativ auffallen, muss Feyenoord zwei Europacup-Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten.

Rotterdamer Anhänger hatten bei den Uefa-Cup-Spielen bei AS Nancy (0:3) und gegen die Blackburn Rovers (0:0) für schwere Ausschreitungen gesorgt. In den Niederlanden war mit einer weitaus härteren Strafe spekuliert worden, bis hin zu einem mehrjährigen Ausschluss von Uefa-Wettbewerben.

Aufruf zu Gewaltverzicht

Noch am Mittwoch hatte der Klub in einer ganzseitigen Anzeige in der renommierten Tageszeitung Algemeen Dagblad gegen Gewalt im Fußball protestiert und die Einführung eines Fußball-Gesetzes in den Niederlanden gefordert. Die Anzeige wurde nicht nur von der Mannschaft, dem Trainerstab und Klub-Chef Jorien van den Herik unterschrieben, sondern auch von ehemaligen Feyenoord-Spielern und von Bondscoach Marco van Basten. Die Überschrift lautet: "Für Feyenoord, gegen Gewalt. Bitte ein Fußballgesetz!" Insgesamt 700 Namen haben sich der Forderung angeschlossen.

Auf der Feyenoord-Homepage werden die Fans aufgefordert, sich in einer entsprechenden Petition anzuschließen.

© SID

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