Fußball Uefa-Cup
Hertha BSC erwartet Rapid Bukarest im Uefa-Cup

Die Berliner wollen ihren "Heimfluch" im heutigen Uefa-Cup-Duell gegen Rapid Bukarest beenden. Seit sechs Spielen konnte Hertha BSC nicht mehr im Olympiastadion gewinnen.

Mit großen Personalsorgen und hohen Erwartungen der Fans geht die "alte Dame" Hertha BSC heute Abend in den internationalen Kampf um Geld und Renommee. Große Fragezeichen begleiten die Vorbereitung auf das Duell gegen den dreimaligen rumänischen Meister Rapid Bukarest (18.00 Uhr/live im DSF) in der dritten Runde des Uefa-Pokals. Die größte Frage: Kann Hertha nach zuletzt sechs Remis in Folge endlich den ersehnten Sieg im Olympiastadion landen?

"Wir wollen uns mit einem guten Resultat eine entsprechend gute Ausgangsposition für das Rückspiel kommende Woche verschaffen", sagte Hertha-Trainer Falko Götz. Das klingt zumindest positiv. Doch die Ankündigungen sind bei Hertha seit Wochen die selben. Alles wird gut, lautet das Credo, das den Fans inzwischen zu den Ohren heraushängt. Sie warten seit nunmehr drei Monaten und zehn Tagen auf einen Sieg im eigenen Stadion. Auch deshalb werden nur rund 15 000 Zuschauer Fans erwartet wie beim 0:0 im letzten Berliner Uefa-Cupspiel gegen Rapids Stadtrivalen Steaua.

Fragezeichen stehen auch hinter der Aufstellung. Klar ist, dass Josip Simunic und Oliver Schröder verletzungsbedingt ausfallen und Andreas Neuendorf sowie Markopantelic gesperrt sind. Unklar hingegen ist, ob Gilberto, Dick van Burik, Marcelinho und Yildiray Bastürk fit sein werden, die sich zurzeit mit mehr oder minder schweren Wehwehchen herumplagen. Immerhin können die Rotsünder Malik Fathi und Arne Friedrich im Europacup eingesetzt werden.

Duell mit dem Hamburger SV möglich

Bleibt außerdem die Frage, ob sich Hertha ein Ausscheiden rein wirtschaftlich leisten darf? "Die dritte Runde ist in unserem Etat nicht eingeplant. Ein Weiterkommen würde unsere Situation sicherlich verbessern", sagte Manager Dieter Hoeneß. Andererseits schmerzt das Ausscheiden im DFB-Pokal beim FC St. Pauli sowie die Zahlung einer Abfindung an Artur Wichniarek. Hoeneß: "Große Summen sind im Uefa-Cup aber nicht zu erwarten. Bislang würden wir mit einem leichten Plus den Wettbewerb abschließen." Das Weiterkommen ins Achtelfinale, wo entweder der Hamburger SV oder der FC Thun/Schweiz warten, würde mehr als eine halbe Million Euro in die Hertha-Kasse spülen.

Doch zunächst will der aktuelle Tabellensiebte der rumänischen Liga als Stolperstein agieren. "Hertha ist eine gute Mannschaft mit einigen indiduellen Stärken. Aber wir haben keine Angst und glauben an ein Weiterkommen", sagt Rapid-Trainer Razvan Lucescu nach dem 0:0 der Berliner gegen Rekordmeister Bayern München. Doch Rapid steckt in Rumäniens Liga noch in der Winterpause. "Das ist hoffentlich ein Vorteil für uns", sagte Falko Götz.

"Hertha ist nicht besser als Stuttgart"

Den Berlinern kommt zudem zugute, dass die zwei Neuverpflichtungen der Bukarester noch nicht zur Verfügung stehen. Veteran Viorel Moldowan plagen Oberschenkel-Probleme, Offensiv-Allrounder Daniel Pancu ist auf Grund seiner Uefa-Cup-Einsätze für Besiktas Istanbul nicht spielberechtigt. "Das werden wir kompensieren", ist sich Lucescu sicher. Beim letzten Auftritt auf deutschem Boden verlor Rapid im Dezember übrigens 1:2 beim VfB Stuttgart. Sein Fazit: "Hertha ist nicht besser als Stuttgart."

© SID

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