Fußball Uefa-Cup
Hertha nach Nullnummer in nächster Runde

Hertha BSC hat die Gruppenphase im Uefa-Cup überstanden. Der Elf von Trainer Falko Götz genügte im letzten Gruppenspiel gegen Steaua Bukarest ein 0:0-Unentschieden, um in die Zwischenrunde einzuziehen.

Die Notelf von Bundesligist Hertha BSC Berlin hat sich in die dritte Runde des Uefa-Pokals gezittert. Die Berliner kamen gegen den früheren Europacup-Sieger Steaua Bukarest aus Rumänien zum dritten 0:0 in der Gruppenphase des Wettbewerbs und schafften damit den nötigen Punktgewinn zum Einzug in die Runde der letzten 32 Mannschaften. Hertha gelang dabei das Kunststück, mit nur einem einzigen Treffer in vier Partien, der zudem noch aus einem Eigentor resultierte, weiterzukommen. Gleichzeitig kassierten die Berliner allerdings auch kein Gegentor. Das Weiterkommen garantiert Hertha weitere rund 500 000 Euro Zusatzeinnahmen.

Vor der abermals enttäuschenden Kulisse von nur 15 000 Besuchern im Berliner Olympiastadion musste Hertha-Trainer Falko Götz seine Defensive komplett umstellen. Nach dem verletzungsbedingten Totalausfall der Innenverteidigung rückten Kapitän Arne Friedrich und Alexander Madlung in die Defensivzentrale. Sofian Chahed bekam nach vielen Monaten erstmals wieder auf der rechten Seite eine Chance von Beginn an. Das Durchschnittsalter der Berliner Viererkette betrug 23 Jahre. Auch im Sturm verließ sich Götz in Ashkan Dejagah (19), der bislang nur fünf Minuten Bundesliga-Erfahrung aufweist, auf einen Youngster.

Doch vor allem die jungen Spieler waren es, die im Hertha-Spiel gefielen. Dejagah vergab vor der Pause mit einem Drehschuss aus wenigen Metern die mögliche Berliner Führung (15.). Seine nur unwesentlich älteren Mitspieler in der Hintermannschaft klärten gleich mehrfach mit viel Geschick gegen die spielstarken Rumänen in höchster Not. So spitzelte Madlung vor der Pause Banel Nicolita (27.) und nach dem Wechsel Constantin Iacob in letzter Sekunde den Ball vom Fuß, als diese einschussbereit vor Christian Fiedler auftauchten. Glück hatte Arne Friedrich, der den Ball nach 54 Minuten per Kopf an den Pfosten des eigenen Tores setzte.

Der 22-malige rumänische Meister überbrückte immer wieder blitzartig mit Steilpässen das Mittelfeld und brachte die Berliner in Gefahr. Berlin hingegen war zwar bemüht, den Gegner unter Druck zu setzen, kam aber zu deutlich weniger Torchancen. Kevin Boateng (29.) und der ansonsten unauffällige Marcelinho (60.) versuchten sich erfolglos aus der Distanz. Der starke Madlung vergab nach 66 Minuten per Kopf die mögliche Berliner Führung. Wenig Erbauliches leisteten Herthas namhafte Mittelfeldspieler Yildiray Bastürk und Brasiliens Nationalspieler Gilberto. An beiden lief das Spiel fast komplett vorbei. Mit zunehmender Spieldauer wirkten die Hausherren unkonzentrierter, während Bukarest, das bereits vor dem Anpfiff für die nächste Runde qualifiziert war, mehr und mehr Feldanteile für sich gewann und im Spiel nach vorne deutlich gefälliger wirkte.

© SID

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