Fußball Uefa-Cup
Hertha reicht Remis in Tiflis

Hertha BSC hat die erste Hauptrunde im Uefa-Pokal erreicht. Den Hauptstädtern reichte im Rückspiel bei Ameri Tiflis ein 2:2 nach dem 1:0-Erfolg vor zwei Wochen. Srdjan Lakic und Marko Pantelic trafen für die "alte Dame".

Hertha BSC Berlin hat trotz einer enttäuschenden Leistung den Sprung in die Hauptrunde des Uefa-Cups durch die Hintertür geschafft. Der Bundesligist quälte sich im Qualifikations-Rückspiel beim georgischen Pokalsieger FC Ameri Tiflis zu einem 2:2 (1:1) und erreichte dank des 1:0-Hinspielsieges die erste Hauptrunde im Europapokal.

Allerdings musste Hertha auf Grund der Gegentore durch Georgi Dawitnidse (19.) und Suliko Dawitaschwili (47.) lange zittern. Doch Marko Pantelic erlöste sieben Minute vor Schluss die Berliner mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2. Den erstmaligen Ausgleich hatte Neuzugang Srdjan Lakic (34.) mit seinem ersten Pflichtspieltor für den Hauptstadtklub erzielt. Hertha wird damit ebenso wie Schalke 04, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt am 14. und 28. September in der ersten Runde des Uefa-Cups die Bundesliga vertreten.

"Das war sicherlich nicht unser bestes Spiel. Aber wir sind weitergekommen, und deswegen waren wir hier", sagte Herthas Trainer Falko Götz und kritisierte die Unachtsamkeiten bei ruhenden Bällen, die zu den Gegentreffern führten: "Wir haben bei Standards schlecht ausgesehen." Ameri-Coach Georgi Tschichradse bescheinigte seinem Team hingegen "eine gute Leistung. Am Ende hat die Erfahrung für Hertha den Ausschlag gegeben."

Vor etwa 5 000 Zuschauern im Stadion des Stadtrivalen Lokomotive Tiflis hatten die Gäste bei Temperaturen um die 30 Grad zu Beginn erhebliche Probleme, ihren Spielrhythmus zu finden.

Ohne Kapitän Arne Friedrich, der von Götz für das Bundesligaspiel am Sonntag beim Hamburger SV geschont wurde und erst in der 87. Minute eingewechselt wurde, zeigte sich die Hertha-Abwehr um Chef Josip Simunic gegen die schnellen Angriffe der Gastgeber anfällig. Bereits sechs Minuten vor dem 0:1 durch Verteidiger Dawitnidse nach einem Eckball hätte der auffällige Stürmer Dawitaschwili den georgischen Tabellenersten in Führung bringen können.

Von der nach dem 4:0-Sieg gegen Hannover so hoch gelobten Offensive der Berliner war nur wenig zu sehen. Regisseur Yildiray Bastürk wurde meist von gleich mehreren Georgiern bewacht, so dass zu wenig Ideen aus dem Mittelfeld kamen. Selbst als Stürmer Lakic, der für den in der Qualifikation nicht spielberechtigten Neuzugang Christian Gimenez in die Startelf gerückt war, nach einem Doppelpass mit Gilberto aus heiterem Himmel der Ausgleich glückte, legte Hertha seine Nervosität nicht ab.

Als der quirlige Dawitaschwili nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff nach einem Patzer von Dick van Burik durch ein Abstaubertor die Georgier erneut in Führung brachte, begann Herthas Verteidigung zeitweilig zu schwimmen. Erst gegen Ende der Partie übernahm Hertha die Kontrolle im Spiel, ließ aber viele gute Möglichkeiten ungenutzt, ehe Pantelic doch noch traf.

© SID

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