Fußball Uefa-Cup
HSV erreicht Zwischenrunde im Uefa-Cup

Der Hamburger SV hat die Gruppenphase im Uefa-Cup überstanden und ist nach einem 2:0 (1:0)-Sieg über Slavia Prag in die Zwischenrunde eingezogen. Die Tore für den HSV erzielten Sergej Barbarez und Emile Mpenza.

Der Hamburger SV hat sich im ersten von drei "Weihnachts-Endspielen" mit dem Einzug in die lukrative K.o.-Runde des Uefa-Cups beschert. Vor 46 253 Zuschauern bezwangen die Hanseaten im letzten Vorrrundenspiel der Gruppe A Slavia Prag völlig verdient mit 2:0 (1:0) und stießen damit in die Runde der letzten 32 Mannschaften vor. Sergej Barbarez (9.) und Emile Mpenza (57.) waren für die von ihren Anhängern frenetisch gefeierten Gastgeber erfolgreich. Der Elf von Trainer Thomas Doll gelang damit ein optimaler Start in ihre abschließende "Woche der Wahrheit" mit dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Werder Bremen am Sonntag und dem DFB-Pokal-Achtelfinale bei Bayern München am Mittwoch.

Die Gäste aus Prag, die trotz der Niederlage auch weiterkamen, begannen die Partie überraschend offensiv. Sie mussten allerdings bereits ab der 31. Minute mit zehn Spielern auskommen, als Torwart Matus Kozacik Mpenza im Strafraum elfmeterreif foulte und dafür von Schiedsrichter Berndino Gonzales Vasquez aus Spanien wegen einer Notbremse auch noch die Rote Karte sah.

Den anschließenden Strafstoß schoss der zuletzt glücklose Belgier nach Anweisung von Trainer Thomas Doll selbst. Der HSV-Coach wollte dem Stürmer damit offenbar die Chance geben, etwas für sein Selbstvertrauen zu tun. Mpenza versagte jedoch erneut und scheiterte an Ersatztorwart Aleksander Seliga. Zuvor hatte er bereits in der 8. und 16. Minute zwei glasklare Gelegenheiten kläglich vergeben. Als er schließlich mit einem sehenswerten Lupfer nach Vorarbeit von Barbarez doch noch erfolgreich war, versteckte er sein Gesicht schamhaft unter seinem Trikot, wurde von seinen Mannschaftskameraden aber dennoch begeistert gefeiert.

Durch das Auslassen zahlreicher guter Torgelegenheiten, nicht alleine durch Mpenza, verpassten es die Hamburger, etwas für ihr Torverhältnis zu tun und damit im Fernduell mit AS Monaco möglicherweise doch noch den Gruppensieg zu erreichen. So werden sie bei der Auslosung am Freitag gegen eine aus der Champions League ausgeschiedene Mannschaft gelost. HSV-Boss Bernd Hoffmann kalkuliert für die Partie mit einer Einnahme von rund einer Million Euro.

Bei ständigem Nieselregen sahen die Zuschauer insgesamt beste Fußball-Unterhaltung. Prag hatte durch Pavel Fort im ersten Durchgang zwei gute Torchancen. In der 51. Minute köpfte Lukas Jarolim so unplatziert, dass HSV-Torwart Sascha Kirschstein keine Mühe hatte zu klären. Das Duell mit seinem drei Jahre älteren Bruder Lukas gewann Hamburgs David Jarolim ganz klar. Der 26 Jahre alte Nationalspieler war ein Aktivposten im HSV-Mittelfeld und trieb sein Team immer wieder nach vorne.

Spätestens nach der Führung, die Barbarez mit einem sehenswerten Kopfball nach einer Flanke von Stefan Beinlich erzielte, schien der HSV-Erfolg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Trainer Doll wechselte deshalb in der zweiten Halbzeit mit Blick auf die noch anstehenden schweren Aufgaben schon frühzeitig die Stammspieler Raphael Wicky und Barbarez sowie Mpenza aus.

Das Hamburger Glücksgefühl wurde bereits vor der Partie durch den neuen lukrativen Sponsor-Vertrag mit einer Fluglinie aus dem Nahen Osten (Emirates) komplett. Ab der kommenden Spielzeit werden damit weitere Mill. in die Kassen fließen.

© SID

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