Fußball Uefa-Cup
HSV macht Einzug in die Gruppenphase perfekt

Nach einem 3:1-Erfolg im Rückspiel gegen Litex Lowetsch ist der Hamburger SV in die Gruppenphase des Uefa-Pokals eingezogen. Für die Hanseaten, die das Hinspiel 1:0 gewonnen hatten, trafen Guerrero (2) und Van der Vaart.

Einen Schock verdaut, zurückgeschlagen und Millionen-Einnahmen gesichert: Der Hamburger SV ist durch den 3:1 (1:1)-Erfolg im Rückspiel gegen Litex Lowetsch in die lukrative Gruppenphase des Uefa-Cups eingezogen. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel vor 14 Tagen in Bulgarien hatten die Hanseaten zunächst allerdings mehr Mühe als erwartet, um die erste Runde des europäischen Wettbewerbes zu überstehen.

Der peruanische Nationalspieler Paolo Guerrero sorgte mit seinen zwei Treffern (40./52.) praktisch für die Entscheidung zugunsten der Hamburger. Superstar Rafael van der Vaart (72.) steuerte den dritten Treffer bei. Lowetsch war überraschend durch Kapitän Robert Popow in Führung gegangen (38.).

Stevens: "Man kann stolz auf den HSV sein"

"Dass wir nach dem 0:1 sofort das 1:1 gemacht haben, war das Signal, dass wir uns das heute nicht mehr nehmen lassen würden", meinte Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. Torwart Frank Rost ergänzte: "Man hat gesehen, wie schwer es ist, wenn der Gegner das erste Tor macht. Paolo hat uns mit dem Ausgleich wieder in die Spur gebracht." Trainer Huub Stevens war zurecht stolz auf seine Mannschaft: "Wenn man nach 20 Spielen der letzten Saison mit 15 Punkten Tabellenletzter ist und jetzt die Gruppenphase im Uefa-Cup erreicht hat, kann man stolz auf den HSV sein. Ich habe schon nach dem Hinspiel gesagt, dass dies nur die Halbzeit war. Das hat man heute gegen eine sehr gut organisierte Mannschaft wie Litex gesehen. Wir mussten Geduld haben und ein höheres Tempo als der Gegner spielen und die Räume nutzen, die dann kommen würden. Wir sind noch im Lostopf, und das freut uns."

In der Gruppenphase kann der Verein nun mit einer Einnahme von etwa 2,5 Mill. Euro rechnen. Die erneute Europacup-Präsenz ist nach der schlechten Bundesliga-Vorsaison mit dem zwischenzeitlichen Absturz auf den 18. Tabellenplatz eine außergewöhnliche Leistung.

Die Bulgaren waren keinesfalls nach Hamburg gekommen, um sich ohne Widerstand aus dem europäischen Wettbewerb zu verabschieden. "Wir wollen unseren guten Ruf verteidigen", hatte Trainer Ferario Spasow vor der Partie angekündigt. Dementsprechend gut organisiert begannen die Gäste vor 38 212 Zuschauern die Partie.

Sie standen über weite Strecken sicher in der Abwehr und versuchten, das Hamburger Aufbauspiel früh zu stören. Für die Hanseaten gab es so nur selten ein Durchkommen. Lange Zeit kam bei den Hamburgern auch der letzte Pass nicht an, zudem wurde das Spiel über die Außen vernachlässigt.

Torchancen zunächst nur aus der Distanz

Torchancen in der ersten Hälfte gab es so vor allem durch Fernschüsse. So scheiterte Guy Demel in der 20. Minute am starken Schlussmann Todor Todorow. Der Keeper vereitelte auch Distanzschüsse von van der Vaart (32.) sowie Piotr Trochowski, ebenfalls in der 32. Minute. Der deutsche Nationalspieler hatten in der selben Minute auch mit einem Schuss aus 20 Metern Pech, der nur Zentimeter am Tor vorbeistrich.

Diese vergebenen Möglichkeiten schienen sich in der 38. Minute zu rächen, als Lowetsch bei einem seiner wenigen Konter in Führung ging. Robert Popow düpierte Thimothee Atouba und schoss den Ball unhaltbar für Torwart Frank Rost ins kurze Eck zum 0:1. Die Hamburger verdauten den Schock aber schnell und kamen praktisch postwendend zum hochverdienten Ausgleich. Guerrero verwandelte eine Flanke von van der Vaart mit einem sehenswerten Fallrückzieher.

Schon sieben Minuten nach Wiederbeginn war es dann erneut Guerrero, der praktisch für die Vorentscheidung sorgte. Der Torjäger, der erneut den Vorzug vor 5,8-Millionen-Mann Mohamed Zidan erhalten hatte, luchste in der bulgarischen Hälfte Verteidiger Plamen Nikolow das Leder ab, spielte Torwart Todorow aus und schob den Ball seelenruhig ins Netz.

Sechs Minuten später hätte Guerrero sein starkes Spiel vollends krönen können: Mit einem Kopfball nach einem Eckball verfehlte er allerdings freistehend das Tor. Letzte Zweifel am Weiterkommen der Hamburger beseitigte schließlich in der 72. Minute der Kapitän selbst.

Van der Vaart köpfte den Ball nach einer Flanke von Atouba ins Tor. Anschließend begann Trainer Huub Stevens, seine Leistungsträger bereits für die Bundesliga-Partie am Samstag in Bielefeld zu schonen. Van der Vaart und Guerrero wurden frühzeitig gegen Maxim Choupo-Moting und Mohamed Zidan ausgewechselt.

© SID

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