Fußball Uefa-Cup
HSV nimmt "Dreier" aus Zilina mit

Im ersten Uefa-Cup-Gruppenspiel hat der Hamburger SV einen 2:1 (2:0)-Auswärtserfolg beim slowakischen Vertreter MSK Zilina einfahren können. Petric und Olic trafen für den HSV.

Ohne Glanz, aber gnadenlos effektiv hat der Hamburger SV seine Auftaktpartie in der Gruppenphase des Uefa-Cups gewonnen. Mit dem 2:1 (2:0)-Erfolg beim slowakischen Vizemeister MSK Zilina verschaffte sich der Tabellenführer der Bundesliga bereits im ersten Match eine gute Ausgangsposition, um die K.o.-Spiele zu erreichen. Die Kroaten Mladen Petric (16.) und Ivica Olic (45.) waren für die Elf von Trainer Martin Jol schon vor der Pause erfolgreich. Emil Rilke (69.) besorgte den Ehrentreffer für die keinesfalls schwachen Gastgeber.

Überschattet wurde der Erfolg allerdings durch die Verletzung von Thimothee Atouba. Der Kameruner musste kurz vor Schluss mit Verdacht auf Achillessehnenriss ausgewechselt werden und würde dann längere Zeit ausfallen. "Die Sorge um Timmi überwiegt im Moment die Freude", sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

"Uns war klar, dass es hier nicht einfach wird"

Der HSV hat am zweiten Gruppenspieltag am 6. November spielfrei und greift erst wieder am 27. November mit dem Heimspiel gegen Ajax Amsterdam ins Geschehen ein. Die ersten drei Vereine aus der Fünfer-Gruppe kommen weiter. "Uns war klar, dass es hier nicht einfach wird", meinte Beiersdorfer, "mit dem Ergebnis sind wir natürlich angesichts der schweren Gruppe sehr zufrieden."

Bei nur fünf Grad und Dauerregen taten sich die Hanseaten vor 9 871 Zuschauern zunächst schwer gegen die engagierten Gastgeber, die sich ein Übergewicht erspielten. Petric köpfte aber schon nach dem ersten sehenswerten Angriff eine Flanke von Piotr Trochowski ins Tor. Es war bereits der achte Pflichtspieltreffer für Petric im HSV-Trikot.

Der Treffer von Olic fiel nach dem zweiten Torschuss in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wie aus dem Nichts. Der 29-Jährige verwandelte eine abgefälschte Hereingabe von Guy Demel mit einem Direktschuss. "Wir haben die Tore im richtigen Moment geschossen", so der Sportchef, "leider haben wir es uns teilweise selbst ein bisschen schwer gemacht und ein bisschen oberflächlich gespielt."

Halbzeitführung schmeichelhaft

Die klare Halbzeitführung war durchaus schmeichelhaft. Der slowakische Vizemeister spielte ohne Respekt vor dem Gast aus Deutschland und suchte mutig seine Chancen. Die Hamburger wirkten dagegen teilweise fahrig und unkonzentriert.

Die Gastgeber hatten durch Admir Vladvic in der achten Minute bereits eine Großchance. Der Mittelfeldspieler tauchte nach einem schnellen Direktspiel allein vor Torwart Frank Rost auf, schob den Ball aber nur um Zentimeter am Tor vorbei. In der 25. Minute klärte Rost nach einem Kopfball des Brasilianers Adauto mit einer Weltklasseparade.

Nach der Pause hatten die Norddeutschen die Partie lange Zeit sicher im Griff. Der HSV das Tempo aus der Partie und schien sich bereits für das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag bei der TSG Hoffenheim zu schonen. Nach Rilkes sehenswertem Anschlusstreffer wurde es allerdings noch einmal spannend. Zilina witterte wieder seine Chance und bemühte sich mit großem Kampf, doch noch zum Ausgleich zu kommen.

Torwart Frank Rost als sicherer Rückhalt und Piotr Trochowski waren die besten Spieler beim HSV, der zum dritten Mal in Folge mit einem Auswärtssieg in die Uefa-Cup-Gruppenphase gestartet ist. Rilke und Vladavic waren die besten Spieler beim Tabellenführer der Slowakei.

© SID

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