Fußball Uefa-Cup
HSV plant gegen Stavanger den "Riesenschritt"

Mit einem Heimsieg gegen den norwegischen Vertreter Viking Stavanger kann Bundesligist Hamburger SV heute (18.30 Uhr) dem angestrebten Einzug in die K.o.-Spiele des Uefa-Pokals entscheidend näher kommen.

Der Grundstein ist gelegt, heute soll beim Hamburger SV in der Gruppenphase des Uefa-Pokals der Einzug in die K.o.-Spiele der letzten 32 weitestgehend klar gemacht werden. Nach dem erfolgreichen Auftakt beim 1:0-Auswärtserfolg in Sofia wären die Hanseaten mit einem Sieg gegen Viking Stavanger (18.30 Uhr/live im DSF) so gut wie weiter und stünden damit kurz vor dem Griff nach fetten finanziellen Fleischtöpfen. "Sieben Punkte braucht man, um sicher weiterzukommen", hat HSV-Trainer Thomas Doll ausgerechnet, "wir können also gegen die Norweger einen Riesenschritt machen."

Duell der "Tabellenführer"

In Hamburg stehen sich im Spitzenspiel der Gruppe A die beiden "Tabellenführer" gegenüber, die beide jeweils mit einem 1:0-Erfolg in die vier Spiele der Gruppenphase gestartet waren. Stavanger hat dabei mit seinem Sieg über den favorisierten AS Monaco aufhorchen lassen. Dennoch sieht Coach Roy Hodgson sein Team am Donnerstag als klaren Außenseiter: "Wenn wir in Hamburg einen Punkt holen könnten, wäre ich glücklich. Die Mannschaft ist stärker als Monaco."

Stavanger wird also vor allem kompakt in der Defensive stehen und sein Heil vornehmlich bei Kontern suchen. Eine Spielweise, mit der die Norddeutschen in dieser Saison bislang stets Probleme hatten. Sei es gegen den FC Kopenhagen, gegen Eintracht Frankfurt oder Hannover 96. Es wird also wieder Geduld gefragt sein - oder einer der besonderen Standards von Superstar Rafael van der Vaart, der in der Bundesliga noch eine Partie gesperrt, aber im Uefa-Cup spielberechtigt ist und bislang alle drei HSV-Tore im Wettbwerb erzielt hat.

Der Niederländer wird nach der Sperre einigermaßen ausgeruht in das Match gehen. Seine Kollegen stehen dagegen im Dauerstress. Für die Hamburger ist es bereits das 24. Pflichtspiel, ohne die Länderspieleinsätze der Nationalspieler. "Man merkt die Müdigkeit immer wieder", räumte Rafael Wicky ein, den Doll im Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen lange Zeit schonte. Der Coach aber sieht da kein Problem: "Die Jungs sind absolut fit."

Doll muss auf Quartett verzichten

Allerdings muss er gegen den Fünften der gerade beendeten norwegischen Meisterschaft neben Guy Demel, Bastian Reinhardt und dem gesperrten David Jarolim nun auch noch auf Emile Mpenza verzichten. Der Belgier laboriert an einer Entzündung im Schienbein und wird voraussichtlich auch am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Premiere) bei Borussia Mönchengladbach fehlen. "Bei ihm passt im Moment alles zusammen", meinte Doll fast ein bischen resigniert angesichst der Formschwäche und Verletzungsanfälligkeit des Stürmers, "aber da gehen wir jetzt gemeinsam durch."

Ob Benjamin Lauth oder Naohiro Takahara neben dem gesetzten Sergej Barbarez stürmen wird, entscheidet Doll kurzfristig. Formschwach sind sie alle. "An der Stürmerdiskussion kommen wir nicht vorbei", meint der Trainer, "da helfen uns nur noch Tore." Am besten schon am Donnerstag.

© SID

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