Fußball Uefa-Cup
HSV träumt vom ersten Halbfinale seit 26 Jahren

Mit einer konzentrierten Leistung will der HSV heute in Manchester den 3:1-Hinspiel-Erfolg verteidigen und zum ersten Mal seit 26 Jahren in ein europäisches Halbfinale einziehen.

Manchester vor Augen, Bremen in Sichtweite und Istanbul im Hinterkopf: Als sich der Hamburger SV am Mittwochvormittag auf den Weg zum Viertelfinal-Rückspiel des Uefa-Cups bei Manchester City machte, schien für einige Spieler das erträumte Finale gar nicht mehr so fern. "Ich bin mir sicher, dass wir das Endspiel in Istanbul erreichen können. Aber als erstes müssen wir mal eine konzentrierte Leistung in Manchester abliefern", erklärte HSV-Torjäger Ivica Olic vor der Partie am heutigen Donnerstag (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere).

Doch auch wenn nach dem 3:1-Erfolg im Hinspiel vor einer Woche die Ausgangsposition für den ersten Einzug in ein europäisches Halbfinale seit 26 Jahren sehr gut ist, nehmen die Hamburger den Auftritt beim derzeitigen Tabellenelften der englischen Premier League keinesfalls auf die leichte Schulter. "Es ist auch ein gefährliches Ergebnis, und wir müssen uns im Klaren sein, dass wir noch nicht weiter sind", warnt Olic, der den Pott schon einmal 2005 mit Zska Moskau gewinnen konnte.

Hoffmann: "Wollen endlich wieder einen Titel holen"

Dabei ist das Ziel für alle Hamburger klar. "Wir wollen endlich wieder einen Titel holen", machte Klubchef Bernd Hoffmann schon vor einigen Wochen deutlich. Der letzte große Triumph liegt mit dem Gewinn des DFB-Pokals 1987 bereits 22 Jahre zurück. "Diese Durststrecke muss allmählich zu Ende gehen", fordert Hoffmann.

Dass die Hanseaten dabei in der Schlussphase der laufenden Saison sogar noch in allen drei Wettbewerben aussichtsreich im Rennen liegen, lässt die Titelträume reifen. Allerdings ergibt sich dadurch für den HSV auch eine ungewohnte Termindichte - nach dem Spiel in Manchester geht es im Drei-Tage-Rythmus weiter: am Sonntag in der Bundesliga gegen Hannover 96, am Mittwoch im Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen und Samstag in einer Woche zum Punktspiel bei Borussia Dortmund.

Vier Nordderbys mit Werder in Sicht

Werder könnte dabei zum entscheidenden Gegner des HSV werden. Denn neben dem DFB-Pokal und dem Bundesliga-Duell am 10. Mai würden die Nordrivalen - ein jeweiliges Weiterkommen vorausgesetzt - auch im Halbfinale des Uefa-Cups aufeinandertreffen. Die Häufung der wichtigen Spiele geht dabei nicht spurlos an den Spielern vorüber, wie HSV-Verteidiger Michael Gravgaard festgestellt hat. "Man fühlt in unserer Kabine die besondere Stimmung. Wir haben die wichtigsten Spiele des HSV seit langer Zeit vor uns", sagte der Däne der Bild-Zeitung.

Nach dem Rückschlag in der Liga mit der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag soll eine weitere Enttäuschung in Manchester unbedingt vermieden werden. Die in der Premier League als heimstark bekannten "Citizens" sind allemal stark genug, den Spieß im eigenen Stadion noch umzudrehen. "Ein 2:0-Sieg ist für uns machbar", warnt Nigel de Jong seine früheren Teamkollegen. Der Niederländer, der in der Winterpause für 19 Mill. Euro von Hamburg nach Manchester wechselte und im Europacup in dieser Saison nicht mehr einsatzberechtigt ist, sieht dennoch die größeren Chancen bei seinem Ex-Klub: "Hamburg ist der Favorit".

© SID

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