Fußball Uefa-Cup
HSV vertraut im Uefa-Cup auf eigene Stärke

Der Hamburger SV ist sich seiner momentanen Stärke bewusst und geht mit breiter Brust ins Uefa-Cup-Duell in Monaco. Auch der Gegner warnt besonders vor der individuellen Stärke des Kaders.

Beim Hamburger SV weiß man zurzeit um die Stärke des eigenen Teams. Für Aberglauben ist da kein Platz. Deshalb zieht der Bundesligist vor dem Uefa-Cup-Spiel beim AS Monaco ohne Bedenken wieder in das Luxushotel Vista Palace ein. Dort, in den Hügeln über dem Fürstentum, logierte schließlich auch das HSV-Team, das im Dezember 1996 in der dritten Uefa-Cup-Runde mit 0:3 gegen die Monegassen unter die Räder kam. Überhaupt haben die norddeutschen in sieben Versuchen bislang noch nie gegen einen französischen Erstligisten gewonnen.

Doch das alles interessiert Trainer Thomas Doll vor dem dritten Gruppenspiel am Donnerstag (21.00 Uhr/live im DSF) im Stade Louis II kein bisschen. "Wir fahren mit viel Selbstvertrauen und breiter Brust nach Monaco", erklärte der Erfolgscoach, "Wir wollen schon da alles dafür klar machen, dass wir auch im nächsten Jahr noch dabei sind."

Nach den zwei Siegen in den Auftaktpartien bei Zska Sofia (1:0) und gegen Viking Stavanger (2:0) genügt dem Bundesliga-Dritten an der Cote d´Azur höchstwahrscheinlich bereits ein Unentschieden, um schon vor dem abschließenden Spiel am 15. Dezember gegen Slavia Prag den Einzug in die lukrative K.o.-Phase perfekt zu machen.

Dennoch spielt Doll mit dem Gedanken, in seiner Mannschaftsaufstellung rotieren zu lassen, schließlich muss der HSV keine 41 Stunden nach dem Abpfiff in Monaco wieder in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen antreten. Den Wunsch auf Spielverlegung hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) abgelehnt. "Es hieß, dass ginge eben nicht", erklärte HSV-Chef Bernd Hoffmann.

Zu den 18 Spielern, die Doll am Mittwoch zur geplanten Abflugzeit um 12.30 Uhr zum Lufthansaflug LH 4 164 nach Nizza an den Flughafen bat, gehörten auch die Langzeitverletzten Bastian Reinhardt und Collin Benjamin. "Es kann schon sein, dass es die eine oder andere Änderung gibt", sagte der HSV-Trainer. Möglicherweise gibt er Piotr Trochowski und Reto Ziegler eine Chance, um David Jarolim und Raphael Wicky zu schonen. Auch Guy Demel steht wieder zur Verfügung und könnte Mehdi Mahdavikia ersetzen.

Doll versichert, sein Team werde gut auf Monaco vorbereitet sein. Der 39-Jährige hat den siebenmaligen französischen Meister diverse Male durch seine Scouts beobachten lassen und selbst intensive Videostudien betrieben.

Die Monegassen stehen nach der überraschenden 0:1-Niederlage zum Auftakt in Stavanger schon mit dem Rücken zur Wand. Zumal der Champions-League-Finalist von 2004 am Donnerstag auf die verletzten Nationalspieler Maicon, Gerard Lopez und Sebastian Squillaci verzichten muss.

Auch der italienische Nationaltorwart Flavio Roma ist noch nicht fit und wird weiterhin von dem ehemaligen Dortmunder Guillaume Warmuz vertreten. "Hamburg hat eine sehr starke Mannschaft, die unter Trainer Doll große Fortschritte gemacht hat", warnt der Keeper, "Sie haben mit in van der Vaart, Barbarez und van Buyten auch großartige Individualisten."

Monaco hat sich nach miserablem Saisonstart unter dem neuen Trainer Francesco Guidolin zuletzt stabilisiert und ist in der französischen Meisterschaft nach drei Siegen in Folge auf Platz sechs vorgestoßen.

© SID

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