Fußball Uefa-Cup
Joker Leonardo sticht Hamburger SV aus

Der Hamburger SV hat den vorzeitigen Einzug in die erste K.o-Runde des Uefa-Cups verpasst. Die "Rothosen" unterlagen Ajax Amsterdam durch ein spätes Gegentor von Leonardo mit 0:1.

Durch die erste Europacup-Heimniederlage seit zwei Jahren hat der Hamburger SV den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde des Uefa-Cups verpasst. Die Norddeutschen verloren in der Gruppe F mit 0:1 (0:0) gegen den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam, bei einem Sieg wäre das Überwintern im internationalen Wettbewerb schon sicher gewesen. Der Brasilianer Leonardo aber machte diese Träume mit einem kuriosen Billard-Tor nach einem schweren Abspielfehler von David Jarolim in der 77. Minute endgültig zunichte.

Die Hamburger kassierten damit die erste Heimniederlage in einem Europacup-Spiel nach neun Partien. Zuletzt hatten sie am 1. November 2006 gegen den FC Porto (1:3) verloren. Der HSV hat nun nach zwei Spielen drei Punkte und trifft am kommenden Donnerstag (19.00 Uhr) auswärts auf Slavia Prag, das nach dem 0:0 bei MSK Zilina erst bei einem Punkt steht. Amsterdam hat nach drei Partien ebenso sechs Zähler auf dem Konto wie Aston Villa.

Thiago Neves blieb blass

HSV-Trainer Martin Jol hatte im zweiten Gruppenspiel zunächst überraschend Torjäger Mladen Petric auf der Ersatzbank gelassen. Für den Kroaten erhielt der brasilianische Neuzugang Thiago Neves eine Bewährungschance im Mittelfeld. Der 23-Jährige konnte dabei im ersten Durchgang allerdings nur in einigen Szenen andeuten, dass er der erhoffte Spielmacher bei den Hanseaten sein kann. Seine beste Szene hatte er in der neunten Minute, als er Paolo Guerrero mit einem sehenswerten Steilpass frei spielte.

Vor 52 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena beherrschten die Gastgeber im ersten Durchgang die Partie insgesamt sicher. Amsterdam kam kaum einmal dazu, gefährlich in die Hamburger Hälfte vorzudringen. Die beiden besten Gelegenheiten verpasste Ivica Olic. In der 20. Minute scheiterte der Kroate nach einem Solo über die linke Seite an Ajax-Schlussmann Kenneth Vermeer. In der 28. Minute strich ein Drehschuss des Angreifers aus 16 Metern nur ganz knapp am Tor der Gäste vorbei.

Kein Mittel gegen die Ajax-Abwehr

Nach der Pause kam Ajax zunächst mit mehr Offensivgeist aus der Kabine. Die Niederländer setzten sich nun öfter in der Hamburger Hälfte fest, während der HSV wieder einmal nicht richtig in die Partie kam. So hatte der 19 Jahre alte Serbe Miralem Sulejmani drei Minuten nach Wiederbeginn eine erste Chance, sein Schuss wurde jedoch abgeblockt. Erst nach ungefähr einer Viertelstunde kamen die Hamburger wieder besser ins Spiel und hatten in der 59. Minute Pech. Ein Schuss von Guerrero klatschte aus 14 Metern an die Latte.

Den ganz großen Druck konnten die Hamburger aber auch in der Folgezeit gegen die gut gestaffelte Gäste-Abwehr nicht entwickeln. Viele Angriffe blieben Stückwerk, zudem gab es einige Missverständnisse im Mittelfeld. In der 74. Minute brachte Martin Jol dann endlich Mladen Petric, um in der Schlussviertelstunde doch noch zum erhofften Treffer zu kommen. Der gelang dann Ajax. Nach Leonardos Schuss sprang der Ball zunächst vom linken an den rechten Innenpfosten, bevor der Brasilianer ihn ins Tor schoss.

© SID

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