Fußball Uefa-Cup
Leverkusen nach Schützenfest im Achtelfinale

Bayer Leverkusen hat das Achtelfinale des Uefa-Cups erreicht. Die Rheinländer bezwangen Galatasaray Istanbul deutlich 5:1 (3:0). Barbarez (2), Kießling und Haggui trafen für Bayer.

Mit einer Galavorstellung ist Bayer Leverkusen zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte ins Uefa-Cup-Achtelfinale gestürmt. Die Werkself fertigte den türkischen Spitzenreiter Galatasaray Istanbul mit 5:1 (3:0) ab und steht nach dem 0:0 im Hinspiel wie im Vorjahr in der Runde der letzten 16. Damit kommt es am 6. und 12./13. März zum Aufeinandertreffen mit dem Hamburger SV, dem ersten deutschen Duell im Europacup seit 1999.

Vor 22 000 Zuschauern in der ausverkauften Bayarena machten zweimal Sergej Barbarez (11., 22.) sowie Stefan Kießling (13.) mit seinem sechsten Europapokaltor der Saison das Weiterkommen quasi innerhalb von zwölf Minuten perfekt. Abwehrspieler Karim Haggui (55.) und Bernd Schneider per Foulelfmeter (60.) schossen anschließend noch den höchsten Leverkusener Heimsieg im Europacup seit dem 11. August 2004 heraus. Das späte Tor der Gäste durch Ahmed Barusso (87., Foulelfmeter) war nicht mehr als Ergebniskorrektur.

Die gut 5 000 mitgereisten türkischen Schlachtenbummler trauten in der ersten halben Stunde ihren Augen nicht. Die Rheinländer spielten die Galatasaray-Hintermannschaft mit herrlichem Kombinations- und Angriffsfußball förmlich schwindelig und waren im Vergleich zum dürftigen Auftritt vor Wochenfrist nicht wiederzuerkennen. Bereits nach elf Minten brachte dabei Barbarez nach einer Flanke von Kießling die Leverkusener auf die Siegerstraße.

Sehenswert waren auch die weiteren Treffer vor der Pause. Nach feinem Zuspiel von Schneider war Kießling zur Stelle, beim zweiten Barbarez-Tor leistete der Schweizer Nationalspieler Tranquillo Barnetta die Vorarbeit.

So machte sich das Fehlen des Leverkusener Torhüters Rene Adler überhaupt nicht bemerkbar. Der Shooting-Star fällt derzeit mit einer Muskelverletzung im Adduktorenbereich aus und wird auch am Samstag in der Bundesliga gegen Schalke 04 fehlen. Stellvertreter Benedikt Fernandez machte seine Sache gut und war bei den wenigen türkischen Chancen, etwa der von Ümit (58.), zur Stelle.

Insgesamt enttäuschten die von Karl Heinz Feldkamp trainierten Istanbuler auf ganzer Linie. Auch der Ex-Schalker Lincoln, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, konnte dem Spiel keine Wende mehr geben. Stattdessen leitete ein Fehler des Galatasaray-Keepers Orkun, der den Ball vor die Füße von Haggui abprallen ließ, das 4:0 ein. Fünf Minuten später kam dann noch Schneider zu seinem Treffer, nachdem Servet Kießling im Strafraum gefoult hatte.

© SID

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