Fußball Uefa-Cup
Leverkusen so gut wie ausgeschieden

Bayer Leverkusen ist im Viertelfinale des Uefa-Pokals so gut wie ausgeschieden. Im Hinspiel vor heimischem Publikum setzte es gegen Osasuna eine derbe 0:3-Schlappe für die Werkself. Im Rückspiel braucht Bayer ein Wunder.

Bayer Leverkusens Traum vom ganz großen Wurf im Uefa-Cup ist nach der höchsten Europacup-Heimniederlage der Klubgeschichte schon im Viertelfinal-Hinspiel so gut wie geplatzt. Der Bundesliga-Fünfte kassierte am Donnerstagabend in der heimischen Bayarena gegen den spanischen Vertreter CA Osasuna ein deutliches 0:3 (0:1). Dieser Rückstand ist im Rückspiel in einer Woche (12. April) auch angesichts der kompakten Spielweise der Gäste aus Spanien, die in der Champions-League-Qualifikation nur knapp am Hamburger SV gescheitert waren, kaum aufholbar.

Direkt nach dem Anpfiff verschliefen die Gastgeber vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Arena die ersten Sekunden völlig. Resultat war das 0:1 durch Javier Cuellar per Kopf nach 54 Sekunden. Die weiteren Treffer bei Kontern erzielten David Lopez (71.), der im Rückspiel gelbgesperrt fehlen wird, und der eine Minute zuvor eingewechselte Webo (73.). Damit blieb Osasuna auch im fünften Vergleich mit einer deutschen Mannschaft ungeschlagen (zwei Siege, drei Unentschieden).

Leverkusens Coach Michael Skibbe ließ gegenüber dem 3:1 im letzten Punktspiel beim FSV Mainz 05 mit zwei Spitzen spielen. Neben Nationalspieler Stefan Kießling begann Andrej Woronin. Dafür nahm Mittelfeldspieler Paul Freier zunächst auf der Bank Platz. Osasuna, Tabellen-13. der Primera Division, präsentierte sich vor 22 500 Zuschauern als kompakte Einheit. Ständiges Pressing provozierte viele Ballverluste bei den Gastgebern. In der Defensive setzte Pamplonas Coach Jose Ziganda im Mittelfeld in Raul Garcia und Ion Dominguez auf zwei zentrale Spieler vor der Abwehr. Juanfran, auffälligster Offensivspieler, hätte die Führung schnell ausbauen können (13.).

Wenig später scheiterte Stürmer Roberto Soldado erneut völlig freistehend an Adler (17.). Leverkusen sorgte für Gefahr, wenn schnell gespielt wurde. So ergaben sich durch Nationalspieler Bernd Schneider und Sergej Barbarez (17.) oder Kießling (19.) erste Möglichkeiten. Die bis dahin größte Chance hatte Barbarez, doch sein Kopfball strich nur knapp am Tor vorbei (36.).

Für den enttäuschenden Kießling brachte Skibbe zur zweiten Halbzeit Nationalspieler Freier. Und Bayer versuchte, von Beginn an das Kommando zu übernehmen. Es ergaben sich durch Schneider (49. und 55.) und Simon Rolfes (53.) auch erste Möglichkeiten, die aber nicht zwingend waren. Erst in der 59. Minute hatte der Brasilianer Juan eine echte Torchance, doch der Innenverteidiger scheiterte nach Pass von Woronin freistehend an Osasunas Ricardo. Wenig später sorgten bei Kontern Lopez und Webo, der mit einem herrlichen Heber erfolgreich war, für die Entscheidung.

© SID

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