Fußball Uefa-Cup: Livorno muss vor leeren Rängen antreten

Fußball Uefa-Cup
Livorno muss vor leeren Rängen antreten

Italiens Vertreter AS Livorno muss sein Achtelfinal-Hinspiel im Uefa-Pokal gegen Espanyol Barcelona ohne Publikum austragen. Die Uefa trägt mit der Entscheidung den neuen italienischen Sicherheitsrichtlinien Rechnung.

Nach den schweren Krawallen im italienischen Fußball muss das Achtelfinal-Hinspiel im Uefa-Cup zwischen Livorno und dem spanischen Erstligisten Espayol Barcelona am kommenden Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Diese Entscheidung fällte die Europäische Fußball-Union Uefa am Freitag.

Nach den Ausschreitungen am vergangenen Wochenende rund um das Serie-A-Spiel zwischen Catania und Palermo (2:1), bei denen der Polizist Filippo Raciti ums Leben kam, hatte die italienische Regierung unter der Woche neue Sicherheitsrichtlinien für die Stadien verabschiedet.

Champions-League-Partien in Mailand unter Vorbehalt gestattet

Für alle Arenen, die diesen Richtlinien nicht entsprechen, werden Zuschauer vorerst nicht zugelassen. Unter Vorbehalt genehmigte die Uefa gleichzeitung die Achtelfinals der Champions League im Giuseppe-Meazza-Stadion zwischen Inter Mailand und dem FC Valencia am 21. Februar sowie dem AC Mailand und Celtic Glasgow am 7. März. Sollten bis dahin die Anforderungen für die 87 500 Zuschauer fassende Arena erfüllt werden, seien laut Uefa für diese Spiele Zuschauer zugelassen.

Nur sechs Erstliga-Stadien in Italien (Rom, Cagliari, Genua, Palermo, Siena und Olympiastadion Turin) erfüllen nach einer ersten Aufstellung die Sicherheitsanforderungen, die zukünftig die Austragung von Pflichtspielen vor Publikum erlauben.

Milan arbeitet fieberhaft an Verbesserungen

Der 17-malige italienische Meister AC Mailand kämpfte unterdessen am Freitag und in der Nacht zum Samstag mit Mann und Maus für die Umsetzung der neuen Anforderungen, um das Heimspiel gegen Livorno am Sonntag vor Publikum austragen zu können. Rund 100 Personen waren nach Angaben des Klubs fieberhaft mit diversen Arbeiten beschäftigt. Eine Entscheidung soll am Samstagmittag fallen.

Gleiches wurde in den Stadien in Brescia, Florenz und Cesena versucht. Milans Präsident Adriano Galliani bemängelte die fehlende Zeit zur Umsetzung der neuen Richtlinien.

© SID

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