Fußball Uefa-Cup
Misimovic sorgt für Wolfsburger Last-Minute-Sieg

Der VfL Wolfsburg hat auch sein zweites Gruppenspiel im Uefa-Pokal gewonnen. Zvjezdan Misimovic markierte in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 3:2 (1:1) beim SC Braga.

Dank Spielmacher Zvjezdan Misimovic steht der VfL Wolfsburg mit einem Bein in der K.o.-Phase des Uefa-Cups. Ein Doppelpack des Mittelfeldspielers und ein Tor von Edin Dzeko bescherten den "Wölfen" trotz zweimaligen Rückstands einen 3:2 (1:1)-Sieg beim portugiesischen Erstligisten Sporting Braga. Mit einem Punkt im nächsten Spiel gegen den FC Portsmouth (4. Dezember) könnten die Niedersachsen bereits vorzeitig das Weiterkommen perfekt machen.

Den frühen Rückstand durch ein Eigentor von VfL-Verteidiger Ricardo Costa (5. Minute) glich Dzeko durch sein drittes Tor im laufenden Wettbewerb aus (24.). Das 2:1 der Portugiesen durch Albert Meyong (49.) egalisierte Misimovic durch einen verwandelten Foulelfmeter (83.), den Rodrigues an Dzeko verschuldet hatte. In der Nachspielzeit erzielte er dann auch noch den Siegtreffer (90.+4).

Vor 15 000 Zuschauern im nur zur Hälfte gefüllten Felsenstadion von Braga wurden die Gäste nach fünf Minuten kalt erwischt. Bei der verunglückten Abwehraktion der Wolfsburger Hintermannschaft spielte Andrea Barzagli mit einem Querschläger seinen Teamkollegen Ricardo Costa an, von dessen Körper der Ball am verdutzten Keeper Diego Benaglio vorbei zum 1:0 ins Tor sprang. Die Niedersachsen zeigten sich von dem frühen Rückstand jedoch keineswegs geschockt und erarbeiteten sich in der Folgezeit immer wieder gute Torchancen.

Während die ersten gefährlichen Angriffe des VfL bei einem Schuss von Christian Gentner (12.) und einem Kopfball von Dzeko (16.) noch nicht von Erfolg gekrönt waren, fiel Mitte der ersten Halbzeit schließlich doch der verdiente Ausgleich. Eine Flanke von Ashkan Dejagah, der den verletzten Torjäger Grafite ersetzte, konnte Bragas Torwart Eduardo nur an den Pfosten lenken, von wo der Ball Dzeko direkt vor die Füße sprang. Der Bosnier beförderte die Kugel eiskalt über die Torlinie.

Obwohl sich die "Wölfe" zunehmend ein leichtes Übergewicht erspielten, blieben auch die Portugiesen mit gelegentlichen Angriffen gefährlich. So konnte sich Bragas Stürmer Renteria nach gut einer halben Stunde im Wolfsburger Strafraum gegen Costa durchsetzen, traf mit einem Drehschuss am Fünf-Meter-Raum jedoch nur das Außennetz (33.). Sechs Minuten später konnte Nationalspieler Marcel Schäfer gegen Meyong klären.

Doch wie schon im ersten Durchgang erwischten die Platzherren auch nach der Pause den besseren Start und gingen erneut in Führung. Spielmacher Matheus leitete den Angriff über die linke Seite ein und bediente den mitgelaufenen Meyong mit einer maßgenauen Vorlage, sodass dieser aus kurzer Distanz problemlos einschießen konnte. VfL-Schlussmann Benaglio hatte dabei erneut keine Abwehrchance. Die Gäste drängten anschließend mit aller Macht auf den Ausgleich und wurden durch Misimovics Doppelpack schließlich belohnt.

© SID

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